Nach einer Reihe von Misserfolgen und dem Abbruch des Vorläuferprogramms ELDO beauftragte die europäische Raumfahrtbehörde ESA 1975 die französische Raumfahrtbehörde CNES mit der zentralen Leitung für die Entwicklung und Produktsicherung des neuen europäischen 3-stufigen Trägers ARIANE (ARIANE-1 bis 4 sowie des weiterentwickelten, wiederum neuen Trägers ARIANE 5).
Die Erfolgsgeschichte begann am 24. Dezember 1979 mit dem 1. Flug einer ARIANE-1-Rakete mit 1,9 t Nutzlast vom europäischen Weltraumbahnhof Courou in Französisch-Guayana und setzt sich bis heute mit dem erfolgreichen Flug 173/L533 einer ARIANE-5-Rakete mit der Bremer Oberstufe ESC-A-FM007 sowie den Satelliten DIRECTV 9S (Digitaler Mehrkanal TV Satellit, USA) und Optus D1 DTH (Internet-, Sprach- und Datenübertragungssatellit, Australien) und dem wissenschaftlichen Gerät LDREX2 (Antennenreflektor) als Payloads am 13. Oktober 2006 um 22:56 MESZ fort.
Der völlig neu entwickelte moderne 2-stufige ARIANE-5-Träger mit zusätzlich 2 seitlichen Feststoff-Antriebsstufen (Boostern) hat sich am 23. Oktober 1998 mit dem erfolgreichen Abschluss des dritten Qualifikationsfluges A503 und mit einer Nutzlast von 5,3 t ausbaufähig auf 10 t bis zum Jahr 2008 als Nachfolger des technisch ausgereizten ARIANE-4-Trägers empfohlen. Der erste kommerzielle ARIANE-5-Flug A504 fand am 10. Dezember 1999 statt und brachte den wissenschaftlichen ESA-XMM-Satelliten mit 4 t Nutzlast äußerst präzise in den Orbit.
Bis heute erfolgten einschließlich der Entwicklungsphase von ARIANE-5 insgesamt 26 erfolgreiche A5-Flüge. Dies ist eine hoffnungsvolle Zwischenbilanz für die große technologische Herausforderung.