Lampoldshausen, super Wetter, neugierige Gäste und ein attraktives Programm an den Prüfständen. Ein Tag der Superlative für die Besucher und für die Mitarbeiter ein Kraftakt, den Besucherstrom zu händeln, die Faszination ihrer Arbeit anschaulich, allgemeinverständlich und „begreifbar“ darzustellen, in Versuchen zu demonstrieren, zu veranschaulichen. Auch komplizierte Technik publikumsnah zu präsentieren und vorzutragen. Was den Mitarbeitern hervorragend gelang! Ein lebhaftes, sehr positives Interesse bei den strömenden über 15.000 Besuchern dankte es Ihnen, welche kamen, um im europäischen Triebwerkstestgelände beim gemeinsam von EADS und DLR-Lampoldshausen veranstalteten Tag der offenen Tür die Raumfahrt, die umfangreichen Triebwerktests und die Forschungsprojekte zu erleben. „Hervorragend präsentiert“, „sehr gut organisiert“, „sehr interessant“, „sehr gut, schöne Präsentation“, „ein toller Tag, bitte informiert uns, wenn ihr wieder so etwas macht“ war das wohlverdiente Echo bei den Besuchern mündlich, per Fax oder Mail und in der Presse.
Mit „Hallo“begrüßte am Eingangstor ein rollender Roboter die Gäste, ließ Kinderaugen leuchten, stimmte erwartungsvoll. Im Sternentheater ging’s mit dem Kasperle ins All, ein liebevoll ausgesuchtes Kinderprogramm bot den Kids aller Altersgruppen Raumfahrt zum „anfassen“, ob bei Space Games oder Vorführungen mit Druckluftraketen. Und von den „Aliens“ waren Erwachsene und Kinder begeistert.
Vor den Prüfständen bildeten sich große Gruppen. Jeder wollte einen Blick erhaschen auf die Wunderwerke der Technik, auf die verschiedenen Triebwerke, ihre Schubleistung, die Brennkammern oder auf den „Wikingerhelm“ der neuen gigantischen Höhensimulationsanlage des P4 für das künftige Vinci-Oberstufentriebwerk der Ariane 5. Staunend hörten die Gäste die Leistungsdaten der 4-Millionen-PS-Maschine „Vulcain 2“ - handlich verpackte Leistung eines Kernkraftwerks. Um neue Werkstoffe, neue Einspritzsysteme für neue Antriebsgenerationen ging es am Forschungsprüfstand P8 und bei den Aktivitäten der Forscher, welche in Vorträgen und in Versuchen interessant und sehr allgemeinverständlich ihre wissenschaftlichen Arbeiten den wissbegierigen Gästen demonstrierten. Viel Beachtung erfuhr der im Rundgang integrierte Lehrpfad „Warum brauchen wir Raumfahrt“.
Wer einen Ausflug in die Historie des Standortes und der Raumfahrt unternehmen wollte, war im neuen „Schmuckstück Museum“ bestens aufgehoben, welches - langersehnt - rechtzeitig zum Tag der offenen Tür fertig wurde. Wer einmal eine Brennkammer, einen „Dampferzeuger“ aus der Nähe sehen oder in das Innere eines Triebwerks schauen wollte, konnte dies hier tun. Von Peenemünde, über ELDO bis zur Ariane Familie 1-5 spannt sich dort der historische Raumfahrtbogen.
Und wer von den Gästen müde Füße hatte, erholte sich bei Life-Musik, Kaffee und Kuchen, Steaks, Würstchen, Maultaschen, Bier und Wein oder Alkoholfreiem und ließ sich dort von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verwöhnen.
Im Hintergrund sorgten die Technischen Betriebe und die Sicherheit dafür, dass alles störungsfrei und wie am Schnürchen ablief. Die Werksfeuerwehr unterstützt von 36 Feuerwehrkollegen aus der Gemeinde Hardthausen und 10 Polizeibeamten sicherten einen reibungslosen zu- und abfließenden Verkehr, verhinderten Staus. 6.500 Pkws, mehrere hundert Motorräder und Fahrräder wurden unfallfrei eingewiesen und geleitet. Landstraßen wurden umgewidmet und mit etwa 90 Verkehrsschildern neu ausgeschildert zu einem Einbahn-Kreisverkehr um das Testgelände.
Mit großem Ideenreichtum, enormer Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit war es den beiden Veranstaltern EADS und DLR hervorragend gelungen einen Erlebnistag für die ganze Familie zu gestalten, die Akzeptanz für die Tests mit den großen Triebwerken in der Region zu stärken, für die Raumfahrt und ihren Nutzen zu werben.