Instabilitäten können durch geeignete Maßnahmen (Absorber, Baffles) gedämpft werden. Diese Maßnahmen verursachen jedoch zusätzliche Kosten, das Gewicht und die Komplexität des Triebwerks nehmen zu.
Brennkammerinstabilitäten sind charakterisiert durch Brennkammerdruckschwingungen und treten in unterschiedlichen Frequenzbereichen auf. Im Allgemeinen wird zwischen niederfrequenten (LF) und hochfrequenten (HF) Schwingungen unterschieden. Bei den HF-Schwingungen wird eine akustische Eigenschwingung des Brennkammervolumens angeregt. Typische Frequenzen liegen dabei oberhalb von 1 kHz.
Das Auftreten von Verbrennungsinstabilitäten hat in vielen Entwicklungsprogrammen immer wieder zu erheblichen Verzögerungen und Kostensteigerungen geführt. Trotz vieler Anstrengungen ist es bis heute nicht gelungen, die grundlegenden Wechselwirkungen zwischen einer akustischen Anregung und den Prozessen in der Brennkammer (Treibstoffzerstäubung und Verdampfung, Verbrennung) eindeutig zu identifizieren. Eine befriedigende Vorhersage des Stabilitätsverhaltens von Brennkammern ist auch heute noch nicht möglich.
Am Institut für Raumfahrtantriebe des DLR in Lampoldshausen werden grundlegende Untersuchungen zu HF-Instabilitäten durchgeführt. Die Arbeiten haben zum Ziel, die Rückkopplungsmechanismen zwischen den Brennkammerprozessen (Zerstäubung, Verdampfung usw.) und der Brennkammerakustik (Druck- bzw. Geschwindigkeitsschwankungen im Brennraum) zu identifizieren. Das Verständnis dieser Wechselwirkungen ist Voraussetzung zu einer zuverlässigeren Modellierung und Vorhersage der Stabilitätseigenschaften.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Untersuchung der Wirkungsweise von akustischen Absorbern.