Wissenschaftliche Missionen

AMPTE



 

16.08.1984 - 13.08.1986
gestartet mit DELTA

Das AMPTE Programm, ein trilaterales Projekt (USA, GB und D) mit dem Ziel der Untersuchung des Sonnenwinds und die Initiierung des ersten künstlichen Kometen, bestand aus drei Satelliten:

  • dem Ion Release Module (IRM), beigestellt von Deutschland,
  • dem United Kingdom Subsatellite (UKS) und
  • dem US/NASA Charge Composition Explorer (CCE).


Alle drei Satelliten wurden am 16. August 1984 von einer Delta 3924 Rakete vom Kennedy Space Center aus in eine elliptische Umlaufbahn mit einer Inklination von 28° und einer Apogäumshöhe von 9.0 Erdradien (RE) gebracht. Die Satelliten IRM und UKS blieben zusammen und wurden im zweiten Orbit vom IRM-Kickmotor in eine Umlaufbahn mit einer Apogäumshöhe von 18.7 RE geschossen. An Bord des CCE war ebenfalls ein einstellbarer Raketenmotor, der im Apogäum gezündet wurde um die Inklination des CCE Orbits auf ca. 0° zu bringen. So lag die elliptische Umlaufbahn des IRM und des UKS in der Anfangsphase bei 28° mit Apogäum im Sonnenwind, und äquatorial mit einen Apogäum bei 9.0 RE für den CCE. Alle vom GSOC empfangenen Daten wurden dort verarbeitet, ausgewertet und archiviert. Auf Anforderung wurden die entsprechenden Datensätze zu den Wissenschaftszentren MPI Garching, MPI Lindau, TU Braunschweig und RAL in Chilton weitergeleitet. Ein weltweites Datenempfangsnetzwerk musste während der Ion-Release Phasen koordiniert und betrieben werden. Insgesamt konnten 8 Releases (Barium und Lithium) erfolgreich gemessen werden.


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