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Samstag, 20.03.2010
 
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Kontrollräume



 Kontrollraum K4
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Die Kontrollräume des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums (GSOC) befinden sich im DLR Standort Oberpfaffenhofen. Hier sind sowohl elf Missionskontrollräume, der System-Kontrollraumbereich als auch die Büros der Mitarbeiter des Kontrollzentrums untergebracht. In den Kontrollräumen K1 bis K11 werden sowohl wissenschaftliche als auch kommerzielle und sicherheitsrelevante Missionen geflogen sowie das Columbus Labor an der Internationalen Raumstation betrieben. Für einige Missionen wird nur der Betrieb in der sogenannten Launch and Early Orbit Phase (LEOP) vom Kontrollzentrum durchgeführt, während für die meisten, insbesondere bei wissenschaftlichen Missionen auch der Routinebetrieb übernommen wird. Beispiele hierfür sind die EUTELSAT W - Missionen (nur LEOP) oder z.B. die wissenschaftlichen Missionen CHAMP und GRACE (LEOP und Routinebetrieb). Die Kontrollräume werden entsprechend den Missionsanforderungen konfiguriert.

 

Kontrollraum K1

 Kontrollraum K1
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Der Kontrollraum K1 ist der größte Kontrollraum, den das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum betreibt. Aufgrund der Größe und Ausstattung wird dieser für die aufwendigen LEOPs benutzt. Neben den Subsystemingenieuren des GSOC können auch Ingenieure vom "Industry Support Team" in diesem Kontrollraum an den jeweiligen Konsolen die Mission mitverfolgen und stehen insbesondere für kritische Situationen dem Betriebsteam zur Seite.
Seit Anfang 2009 wird dieser Kontrollraum für die LEOPs der Kommunikationssatelliten-Mission SATCOMBw verwendet.

 

Kontrollraum K2

 Kontrollraum K2
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Der Kontrollraum K2 wird zurzeit für die LEOP der TanDEM-X Mission vorbereitet. Nach TerraSAR-X (Start im Juni 2007) ist dies der zweite Satellit dieser Serie von Radar-Erdbeobachtungssatelliten. Nach Abschluss der LEOP wird dieser Satellit in den Multimissionsbetrieb überführt.

 

Kontrollräume K3, K4, K11

 Kontrollraum K3
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Diese Kontrollräume repräsentieren den zentralen Teil des im Herbst 2004 eingeweihten Columbus-Kontrollzentrums. Diese werden für den Betrieb des europäischen Columbus-Moduls der Internationalen Raumstation ISS eingesetzt. In einem dieser beiden Kontrollräume läuft der operationelle Betrieb, im anderen finden Tests, Trainings und Simulationen und damit eine fortwährende Anpassung an sich neu ergebende Anforderungen statt. Seit dem Start des Columbus-Moduls am 8.2.2008 ist der operationelle Kontrollraum (meistens K4) zu jeder Zeit, Tag und Nacht, mit mindestens 4 Flight Controllern besetzt, die sich in drei Schichten pro Tag die Aufgaben aufteilen, nämlich die Kontrolle über den Zugang des Columbus Labors sowie die Koordination der wissenschaftlichen Experimentsbetriebs. In besonderen Missionsphasen sowie zu Normalarbeitszeiten sind noch weiter 4-5 Experten in diesem Raum zugegen, so z.B. der EUROCOM, der vom Columbus Kontrollzentrum aus direkt mit den Astronauten an Bord der ISS sprechen kann. Ein etwas kleinerer, dritter Kontrollraum (K11) in einem benachbarten Gebäude steht ebenfalls noch für Betrieb, Tests und Simulationen zur Verfügung.

 

Kontrollraum K5

Dieser kleine Kontrollraum steht für einen BackUp-Support zur Verfügung. Aus diesem Raum können mit einer Vorwarnzeit von 1 Tag die notwendigsten Aufgaben anderer Kontrollzentrum übernommen werden, so z.B. die 5 Satelliten der SAR-Lupe Mission, die seit 2006 in den Orbit gebracht und an ein spezielles Kontrollzentrum übergeben wurden.

 

Kontrollraum K6

Ein weiterer Kontrollraum K6 wird für die Integration der Betriebssysteme neuer Satellitenprojekte (z.B. TET-1) genutzt.

 

Kontrollräume K7, K8

Aus diesen Kontrollräumen wird der Regelbetrieb der SATCOMBw-Mission durchgeführt. Hier betreibt ein eigenständiges Flugbetriebsteam rund um die Uhr die beiden geostationären Kommunikationssatelliten.

 

Kontrollräume K9

 Kontrollraum K9
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Dieser Kontrollraum umfasst die sogenannte Multimissionsumgebung des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums. Von hier werden alle wissenschaftlichen Missionen des Kontrollzentrums (CHAMP, BIRD, GRACE 1 & GRACE 2 sowie TerraSAR-X) im Routinebetrieb betreut. Im Multimissionsbetrieb sind die unterschiedlichen Projekte in einer Betriebsumgebung zusammengefasst, die auf gemeinsamen Systemen und Werkzeugen basiert. Jedes Mitglied des Multimissionsbetriebsteams ist dabei in der Lage, jeden der Satelliten zu betreuen. Dies sichert einen maximalen Erfahrungsaustausch und durch die Unterstützung von dedizierten Projektingenieuren eine maximale Betriebssicherheit.

 

Kontrollraum K10

Die im Jahr 2009 modernisierte European Proximity Operations Simulator (EPOS) Anlage wird aus diesem Kontrollraum überwacht und gesteuert.

 

Kontrollräume K12-14

Im Jahr 2010 ist der Ausbau drei weiterer Kontrollräume geplant, so für Asteroidenfinder (K12), kleine geostationäre Kommunikationensatelliten (K13), sowie On-Orbit Servicing Missionen (K14).

 


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