Die GRACE-Mission ist ein amerikanisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt. Primär wird mit der GRACE-Mission ein genaueres globales Modell für die mittleren und zeitvariablen Komponenten des Gravitationsfeldes der Erde abgeleitet. Dieses Ziel wird durch die hochgenaue Messung des Abstands der beiden niedrigfliegenden Satelliten (GRACE 1 und GRACE 2) mittels Mikrowellen-Funkstrecke zwischen den Satelliten erreicht. Zusätzlich trägt jeder Satellit ein hochgenaues Akzelerometer und geodätisch qualifizierte GPS-Empfänger. Diese dienen der genauen Bahnbestimmung und damit der Wiederherstellung von Gravitationsdaten sowie zur Schätzung des Gravitationsfeldes. Sekundäre Aufgabe der GRACE-Mission ist die tägliche Erfassung mehrerer hundert global verteilter Profile der Zusatzverzögerung oder Neigungswinkel bei den GPS-Messungen. Beide können zur Bestimmung des totalen Elektronengehaltes oder der Refraktivität mittels ‚Atmospheric- and Ionospheric-Profiling' herangezogen werden. Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum entwickelte das Bodenbetriebssystem, bereitete den Betrieb prozedural und personell vor und führt ihn durch.
Weitere Informationen zu GRACE finden Sie auf den Internetseiten der University of Texas at Austin