Satellitenkommunikation
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| Bild:ASI | |
Die Bedeutung der satellitengestützten Telekommunikation hat in den letzten beiden Jahrzehnten einen deutlichen Aufschwung erfahren. Der Bedarf an Telekommunikationsdiensten sowohl im kommerziellen wie auch im privaten Bereich wurde durch die breitbandige Datenkommunikation und das Internet ausgeweitet. Den Multimedia-Diensten wird auch in Zukunft ein Wachstumspotenzial prophezeit.
Daran werden Satellitensysteme dank ihrer Fähigkeit, große Datenmengen weiträumig und flexibel verteilen zu können, teilhaben. Sie werden dabei aber im ständigen Wettbewerb zu terrestrischen Infrastrukturen stehen. Die Kosten der verschiedenen Dienste werden dabei eine entscheidende Rolle spielen. Die Stärkung der deutschen Industrie in diesem internationalen Wettbewerb ist ein Hauptanliegen des Raumfahrtmanagements im DLR, daneben aber auch die gezielte Förderung der Grundlagenforschung, die kommerziell anwendbare Technologieentwicklungen vorbereitet.
Im Programm "Satellitenkommunikation" wird prinzipiell das gesamte Gebiet der Nutzlasten für Telekommunikationssatelliten abgedeckt. Im Vordergrund stehen neben der klassischen Hochfrequenztechnologie, wie beispielsweise Wanderfeldröhren und Aktive Antennen, auch Entwicklungen für künftige globale Multimedia-Satellitensysteme. Hierzu gehören Themen wie On-Board-Processing zur Direktvermittlung im Satelliten, das eine größtmögliche Flexibilität bei der regionalen Signalverteilung gestattet.
Ein besonderer Schwerpunkt im Programm ist optische Kommunikation für die Übertragung hoher Datenraten zwischen einzelnen Satelliten (inter satellite link, ISL) und zum Boden. Hier wird das "Laser Kommunikations Terminal" gefördert. Eine Technologie, in der Deutschland weltweit führend ist. Neben der Technologieentwicklung gilt es auch, Möglichkeiten zur Verifikation der entwickelten Geräte und Komponenten unter realen Weltraumbedingungen zu schaffen, um die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der innovativen Technologien für die kommerzielle Anwendung zu demonstrieren.
Als Querschnittsaufgabe wird zudem die nationale Frequenzkoordination für die verschiedenen Anwendungsbereiche (Erdbeobachtung, Telekommunikation, Navigation, wissenschaftliche Missionen) wahrgenommen, um die deutschen Raumfahrtinteressen in die relevanten Gremien einbringen zu können.
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