Erforschung des Weltraums



 Der Kosmische Mikrowellenhintergrund, gemessen von der Raumsonde Planck
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Im Programm "Extraterrestrik" fördert und betreut das Raumfahrtmanagement wissenschaftliche Experimente und Projekte im Weltraum, die sich mit der Erforschung des Weltraums befassen. Dieses Forschungsfeld beinhaltet Objekte in unserem Sonnensystem bis hin zu entfernten Galaxien und das Universum als Ganzes. Weiterhin beschäftigt sich die Erforschung des Weltraums mit der Entstehung und Entwicklung von Galaxien und Sternen. Hierbei versucht sie etwa, die Rolle von schwarzen Löchern in den Zentren der Galaxien und die Bedeutung von aktiven Galaxienkernen bei der Entwicklung der Galaxienpopulation und des Universums aufzuklären.

Astronomie und Astrophysik

Der Einsatz von Weltraum-Teleskopen und -Sensoren trägt dazu bei, die Entstehung und Entwicklung des Universums und aller seiner Bestandteile und Strukturen besser zu verstehen. Hier nimmt die Erforschung der Dunklen Materie und Dunklen Energie eine besondere Rolle ein. Es ist eine der großen wissenschaftlichen Herausforderungen, die Natur dieser rätselhaften Form der Materie und Energie aufzuklären und somit unser physikalisches Weltbild zu erweitern.

Entstehung und Funktionsweise unseres Sonnensystems

Mit wissenschaftlichen Instrumenten ausgerüstete Raumsonden liefern Bilder und Daten von Planeten, Monden und kleinen Körpern (wie Asteroiden und Kometen) in unserem Sonnensystem. Ziel der Planetenforschung ist es, die Entstehung und Struktur dieser Körper zu verstehen. Aus den Erkenntnissen der vergleichenden Planetologie können Schlüsse für die Erdgeschichte und -entwicklung gezogen werden, die beispielsweise bei Klimamodellen für unsere Erde dienlich sind. Mittlerweile sind zudem zahlreiche Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, so genannte Exoplaneten, entdeckt worden. Mit der Erforschung des Sonnensystems und extrasolarer Systeme hat die Wissenschaft die Möglichkeit, die offene Frage der Entstehung des Lebens zu beantworten.

Auch an unserer Sonne, dem nächsten Stern, können Forscher fundamentale astrophysikalische Abläufe mit hoher räumlicher Auflösung untersuchen. Die Beobachtungen liefern Beiträge zum Verständnis der physikalischen Vorgänge in der Sonne und im Raum zwischen den Planeten, der vom Sonnenwind und dem Magnetfeld der Sonne ausgefüllt wird. Aus Satellitendaten lassen sich Modelle für die Beeinflussung des irdischen Magnetfelds und der Erdatmosphäre durch den Sonnenwind ableiten. Diese Phänomene werden im erdnahen Orbit auch als Weltraumwetter bezeichnet und sind von hoher Relevanz für den Betrieb von Satelliten oder terrestrischen Energienetzen.

Die fundamentalen Gesetze der Physik

Der Weltraum bietet Bedingungen, die in Laboratorien auf der Erde nicht erreicht werden können, wie Schwerelosigkeit und Erschütterungsfreiheit. Diese Bedingungen lassen in der Metrologie, Quantenoptik und Atomphysik Messungen mit erheblich höherer Präzision zu. Sie ermöglichen damit die experimentelle Überprüfung von Grundgesetzen der Physik. Es werden neue Technologien entwickelt, um die von der Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagten Gravitationswellen nachzuweisen. Damit könnte man das Universum zum ersten Mal in dem "Licht" der Kraft sehen, die seine Entwicklung dominiert.

 

 

Nationales Programm

Das Nationale Programm ist eine der Säulen für die wissenschaftliche Erforschung des Weltraums.Die Gestaltung des Fachprogramms Erforschung des Weltraums erfolgt gemeinsam mit der wissenschaftlichen Gemeinde.

 

 

ESA-Programme

Im Rahmen der Langzeitprogramme zur Erforschung des Weltraums trägt Deutschland maßgeblich zu den derzeit neun erfolgreichen laufenden Missionen bei.

 


Kontakt
Dr. Thomas Galinski
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Extraterrestrik
Tel: +49 228 447-349

Fax: +49 228 447-745

E-Mail: Thomas.Galinski@dlr.de
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