Elektrische Antriebe



Während bei chemischen Triebwerken im Schubbereich zwischen 1 und 400 N die deutsche Industrie bereits einen gefestigten Marktanteil besitzt und nur technische Optimierungen hinsichtlich Hochtemperaturbeständigkeit von Materialien (Wirkungsgrad/spez. Impuls), neuer ungiftiger Treibstoffkombinationen sowie kostengünstigerer Produktion erforderlich sind, werden im Schubbereich unter 1 N zunehmend chemische oder auch Kaltgastriebwerke durch so genannte elektrische Triebwerke ersetzt werden, die den verfügbaren Treibstoff um eine Größenordnung effektiver einsetzen können als herkömmliche Antriebe.

Die Forschungsarbeiten in Deutschland konzentrieren sich dabei vor allem auf zwei Themenbereiche:

  • Die Weiterentwicklung der Radiofrequenz-Ionenantriebs-Technologie als Basis künftiger Antriebssysteme für kommerzille und wissenschaftliche Satelliten und Raumfahrzeuge. Ein deutsches Triebwerk dieser Bauart hat entscheidend dazu beigetragen, dass rund 18 Monate nach dem missglückten Start der europäische Nachrichtensatellit ARTEMIS doch noch sein Ziel in 36.000 Kilometern Höhe über dem Äquator erreichte und mittlerweile seinen Betrieb erfolgreich aufgenommen hat.
  • Bei der Entwicklung eines hocheffizienten mehrstufigen Plasmatriebwerkes (HEMP) die auf Technologien aufbaut, die für Wanderfeldröhren entwickelt wurden, konnten innerhalb kürzester Zeit mit einem Pilottriebwerk beachtliche Leistungsdaten erreicht werden, was auf ein enormes Entwicklungspotential schließen lässt.

Kontakt
Norbert Püttmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Technik für Raumfahrtsysteme und Robotik
Tel: +49 228 447-517

Fax: +49 228 447-718

E-Mail: Norbert.Puettmann@dlr.de
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