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Montag, 22.03.2010
 
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DLR-Parabelflug



Airbus A300 ZERO-G im Steilflug. Grafik: Novespace
Schwerelos für 22 Sekunden

Parabelflüge wurden ursprünglich für das Schwerelosigkeitstraining von Astronauten initiiert, werden heute aber hauptsächlich für wissenschaftliche Experimente in Schwerelosigkeit (Mikrogravitation) und zum Testen von Raumfahrttechnologien eingesetzt. In Europa werden Parabelflug-Kampagnen etwa mit einem Testflugzeug des Typs Airbus A300 ZERO-G vom Flughafen Bordeaux-Mérignac in Frankreich aus durchgeführt.

Die Fluggebiete liegen über dem Atlantik oder dem Mittelmeer. Genutzt werden die von der französischen Firma Novespace angebotenen Fluggelegenheiten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (ein- bis zweimal pro Jahr), von der Europäischen Weltraumorganisation ESA (circa drei Kampagnen pro Jahr) und von der französischen Raumfahrtagentur CNES (ein- bis zweimal pro Jahr). Außerdem veranstaltet die ESA jährlich einen Parabelflug für Studenten.

Ein DLR-Parabelflug besteht in der Regel aus drei Flugtagen zu je drei bis vier Flugstunden, an denen jeweils 31 Parabeln geflogen werden. Dabei steigt das Flugzeug aus dem horizontalen Flug steil nach oben, drosselt die Schubkraft der Turbinen und fliegt dabei eine Parabel, bei der für etwa 22 Sekunden annähernde Schwerelosigkeit (Mikrogravitation) herrscht. Insgesamt stehen so bei einer Kampagne etwa 35 Minuten Mikrogravitation - im Wechsel mit normaler und doppelter Erdbeschleunigung - zur Verfügung, die Forscher für ihre Experimente nutzen können.


Kontakt
Dr. Ulrike Friedrich
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrt-Agentur
, Forschung unter Weltraumbedingungen
Bonn-Oberkassel

Tel.: +49 228 447-323

Fax: +49 228 447-735

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