L2 Ziviles Signal



 Künstlerische Darstellung eines GPS-Satelliten
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Parallel zum Aufbau des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo wird auch das amerikanische System GPS weiterentwickelt. Hier ist insbesondere die zukünftige Abstrahlung eines zivilen Signals auf dem GPS L2-Frequenzband zu nennen, welches das bisherige zivile L1-Signal ergänzen soll.

Damit ist etwa der Vorteil verbunden, Ionosphärenfehler mittels Zweifrequenzmessungen eliminieren zu können. Dadurch werden die bisherigen aufwändigen Verfahren ersetzt. So können bei der Positionsbestimmung auf einfache Art und Weise Genauigkeiten im Ein-Meter-Bereich erzielt werden. Dies ist von großem Interesse für den Massenmarktbereich "Straßenverkehr", in dem zum Beispiel fahrbahngenaue Ortsbestimmungen breite Anwendungsfelder eröffnen wie etwa für Pannen- und Rettungsdienste und autonome Fahrzeugführung.

In diesem Vorhaben der Universität der Bundeswehr in München sollen die für die Verarbeitung des neuen zivilen L2-Signals notwendigen Algorithmen theoretisch untersucht, entwickelt und in einen bereits bestehenden GNSS-Empfänger implementiert werden. Anschließende Fahrzeugversuche sollen den Nachweis erbringen, dass die anvisierten Genauigkeiten unter realistischen Bedingungen erzielbar sind.


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Dr. Michael Heyl
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
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Fax: +49 228 447-703

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