Newsletter Archiv 2005

Newsletter 28/2005

29. Juni 2005

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute haben wir vier Themen für Sie:

Kurz vorgestellt 1: Das Internationale Büro des BMBF

In Beratungsgesprächen haben wir immer mal wieder festgestellt, dass das Internationale Büro (IB) in weiten Kreisen unbekannt ist. Da Sie hier wertvolle Informationen und Unterstützung finden können, möchten wir Ihnen das kurz vorstellen:

Das Internationale Büro hat besondere Kenntnisse über Kooperationspotenziale in Partnerländern und über Randbedingungen der Zusammenarbeit. Es verfügt über relevante Kontakte zu ausländischen Partnerorganisationen und anderen deutschen Akteuren der internationalen Zusammenarbeit und setzt die vom BMBF bereitgestellten Mittel insbesondere ein für:

  • die Unterstützung deutscher Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen bei der Anbahnung und Flankierung internationaler Kooperationen
  • explorative Maßnahmen wie Fact-Finding-Missionen,
  • Kontakt-Workshops, Seminare und andere Veranstaltungen

Zudem schreibt es gezielt Mittel für bestimmte Zwecke aus, wie beispielsweise die Förderung:

Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung Region Mittel-, Ost- und Südosteuropa

Hier kann eine Anschubfinanzierung für die Antragstellung im Rahmen von Bewerbungen um nationale oder EU-Mittel vergeben werden, sofern bei den Projekten Partner aus den betreffenden Regionen beteiligt sind.

Weitere Infos über das Internationale Büro

Kurz vorgestellt 2: Das CIP (2007-2013)

Parallel zum 7. FRP der EU startet das „Competitiveness and Innovation Framework Programme“ (CIP) der EU. Das Programm soll alle Gemeinschaftsaktionen im Bereich Unternehmertum, KMU, industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Entwicklung und Nutzung von IKT, Umwelttechnologien und intelligente Energien umfassen.

Mit einem geplanten Budget von 4,21 MRD € soll das CIP in drei Hauptblöcke eingeteilt werden:

  • Das Programm „Unternehmertum und Innovation“, speziell ausgerichtet auf KMU
  • Das Programm „IKT Politik-Unterstützung“
  • Das Programm „Intelligente Energien“

Weiterführende Infos

OECD veröffentlicht Report zur Raumfahrtpolitik

Wie CORDIS-News (23.06.2005) meldet, hat die OECD den Report „Space 2030: Tackling Society’s Challenges“ herausgegeben. Der Report ist der Abschlussbericht des OECD-“Zukunftsprojekts” „The Commercialisation of Space and the Development of Space Infrastructure “ und fordert die Regierungen auf, Raumfahrt effektiver zu nutzen und mehr den gesellschaftlichen Bedürfnissen anzupassen. Als die 5 wesentlichen Herausforderungen, die die Raumfahrttechnologie angehen muss, werden genannt:

  • Umweltprobleme (inklusive Naturkatastrophen)
  • die Nutzung natürlicher Ressourcen
  • die zunehmende Mobilität von Gütern und Menschen
  • die zunehmenden Sicherheitsbedrohungen
  • die Entwicklung der Informationsgesellschaft.

Die Regierungen müssten großenteils die Rahmenbedingungen für die Akteure (Raumfahrtagenturen, öffentliche und private Nutzer von Raumfahrtanwendungen, sowie die Zulieferer des Raumfahrtbetriebs) verbessern. Deren Rollen müssten geklärt, die internationale und nationale Gesetzgebung Industrie freundlicher gestaltet oder überhaupt erst geschaffen werden. Unzureichend werde auch mit dem Thema „Space debris“ umgegangen. Zudem seien immer noch viele Standardisierungsfragen offen.

Kritik fand auch der Mangel an Bewusstsein für den Nutzen der Raumfahrt, der in der Bevölkerung herrsche. Hier müsse gehandelt werden, um die Akzeptanz für weitere Investitionen in diese Technologie zu verbessern.

CORDIS-Meldung hierzu
Report dazu (pdf-Format)

Inavsat und Eurely sollen Galileo gemeinsam realisieren

Das Galileo Joint Undertaking plant, für den Aufbau von Galileo, das Gemeinschaftsangebot der beiden ursprünglichen Konkurrenz-Konsortien iNavSat und Eurely zu berücksichtigen.

Das gemeinsame Angebot führe gegenüber den konkurrierenden Einzelangeboten zu einem deutlich reduzierten Bedarf öffentlicher Mittel und lasse höhere gewerbliche Einkünfte erwarten, begründete Galileo JU die Entscheidung.

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe hatte sich zunächst gegen eine Vereinigung der Bieterkonsortien ausgesprochen, da an Eurely kein deutsches Unternehmen beteiligt, Frankreich dagegen in beiden Konsortien vertreten ist, wodurch sich die Stellung der Franzosen in einem gemeinsamen Angebot verbessert. Da Deutschland mit rund 100 Millionen Euro bislang größter Entwicklungskosten-Zahler unter den Mitgliedstaaten ist, hatte Stolpe damit gedroht, die für die weitere Projektentwicklung nötigen zusätzlichen Gelder zu verweigern. Das nun vorliegende Gemeinschaftsangebot dagegen begrüßte er als deutlich besser als die bisher vorliegenden. Dennoch bleibe er bei seiner Forderung nach einem adäquaten industriellen Rückfluss nach Deutschland beim Galileo-Aufbau und -Betrieb.

GJU-Meldung (im pdf-Format 42 kB)
mehr dazu

 Mit freundlichen Grüßen

Adrian Klein


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GJU-Meldung Galilio Concession (http://www.dlr.de/rd/Portaldata/28/Resources/dokumente/rp6/newsletter/GJU_Meldung_G_Concession.pdf)