Frequenzkoordination



Frequenzkoordination

Um eine störungsfreie und effiziente Nutzung der Frequenzen sicherzustellen, ist eine weltweite Abstimmung erforderlich. Dabei erfolgt die Zuteilung der einzelnen Bänder durch die Frequenzverwaltungen der nationalen Regierungen. In Deutschland sind hierfür die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post und das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) auf der Grundlage des Telekommunikationsgesetzes zuständig.

Auf globaler Ebene ist die Zuweisung der Frequenzbereiche an die unterschiedlichen Funkdienste in Frequenznutzungsplänen (Radio Regulations) festgelegt, die auf den Weltfunkkonferenzen der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) von allen Mitgliedern gleichberechtigt verhandelt und verabschiedet werden.

Um die Interessen der diversen Nutzer angemessen zu berücksichtigen und um die Ausnutzung der einzelnen Frequenzbänder zu optimieren (etwa durch Mehrfachzuweisung einzelner Frequenzbereiche), ist die Frequenzverwaltung auf die Mitarbeit der verschiedenen Organisationen und Firmen angewiesen. Diese Mitarbeit erfolgt in den vom BMWi und der Regulierungsbehörde eingesetzten Fachgruppen und Arbeitskreisen.

Die DLR Raumfahrtmanagement ist in einzelnen Arbeitskreisen vertreten und hält darüber hinaus engen Kontakt mit den entsprechenden europäischen Organisationen wie EU und ESA. Ziel ist dabei die koordinierte Interessenvertretung – sowohl für das Zentrum selbst wie auch für Industrie und Nutzergemeinde – in Frequenzfragen, insbesondere für Raumfahrtanwendungen in den Bereichen Erdbeobachtung, Telekommunikation, Navigation und wissenschaftliche Anwendungen.


Kontakt
Dr. Klaus Ruf-Ursprung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Satellitenkommunikation
Tel: +49 228 447-342

Fax: +49 228 447-709

E-Mail: Klaus.Ruf@dlr.de
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