COMED



Teledesic Konstellation
.
Satellitennetz mit Übertragungsmöglichkeiten
.
Mit Inter-Satellite-Links verbundene Konstellation
Ein Entwicklungs- und Demonstrationsprojekt für Multimedia-Satellitennetze

Das wachsende Informationsbedürfnis globaler Gesellschaften verlangt in diesem Jahrtausend weltweit abrufbare Dienste wie Internet in the Sky, medizinische Versorgung über Datenautobahnen (Telemedizin) und elektronischen Handel (E-Commerce). Ohne den Aufbau globaler Multimedia-Infrastrukturen können diese Ziele nicht erreicht werden. Wesentliche Bausteine dieser Infrastruktur werden große Netze von Kommunikationssatelliten sein. Derzeit sind Satellitennetze mit teilweise mehr als 200 einzelnen Satelliten in der Planung.

Bei diesen Stückzahlen werden Kommunikationssatelliten zu einer industriellen Fließbandware, die in erster Linie über einen wettbewerbsfähigen Marktpreis platziert werden kann. Dies bedeutet nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, einen geradezu revolutionären Umbruch für die Satellitenindustrie, der große Chancen, aber natürlich auch hohe Risiken in Form eines weltweiten Verdrängungswettbewerbs mit sich bringt.

Die Beteiligung der deutschen Raumfahrtindustrie an dem rasant wachsenden, aber auch heiß umkämpften Multimedia-Markt ist von hoher Bedeutung für den Raumfahrttechnologie-Standort Deutschland. Ein erfolgreicher Einstieg in diesen Millardenmarkt wird bestehende Arbeitsplätze sichern, vor allem aber durch die erwarteten Umsatzsteigerungen eine Vielzahl neuer Stellen in einem wichtigen Zukunftsbereich schaffen. Auf der Basis von Public Private Partnership, das heißt einer den öffentlichen Mitteln adäquaten Eigenbeteiligung der Industrie, fördert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt daher mit Mitteln des BMBF eine von einer Reihe von Raumfahrtfirmen getragene Initiative zur Entwicklung von innovativen Technologien und Fertigungsverfahren für künftige Satellitensysteme.

Die Einzelvorhaben von COMED (Constellation & Multimedia Entwicklungs- und Demonstrationsprogrammlinie) orientieren sich an den Faktoren, die für die Marktfähigkeit von Satellitensystemen ausschlaggebend sind, wie

  • die schnelle Vermittlung von Datenpaketen durch eine asynchrone Übertragungstechnik
  • das kostengünstige und schnelle Prozessieren der Daten auf dem Satelliten selbst durch das so genannte Onboard-Processing;
  • die Synchronisierung und Kommunikation der Satelliten untereinander durch Verbindungen zwischen den Satelliten, Inter-Satellite-Links;
  • die Entwicklung von Serienfertigungstechnologien für Subsysteme und Komponenten;
  • die deutliche Verringerung der Satellitenmasse durch Gewichtsreduzierung der Einzelsysteme/-Komponenten.


Die Stärkung der deutschen Industrieposition bei den genannten Themen auf Subsystem- und Komponentenebene ist mit der begründeten Erwartung verknüpft, international auch als Partner auf Systemebene akzeptiert zu werden.


Kontakt
Dr. Manfred Keller
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Satellitenkommunikation
Tel: +49 228 447-304

Fax: +49 228 447-709

E-Mail: Manfred.Keller@dlr.de
URL dieses Artikels
http://www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-4161/3338_read-5035/