Nationale Konferenz "Satellitenkommunikation in Deutschland"



Die Zukunft der Satellitenkommunikationsbranche aus deutscher Sicht war das Thema einer zweitägigen Fachkonferenz, die Mitte März auf dem Petersberg bei Bonn stattfand. Im ehemaligen Bundesgästehaus diskutierten Vertreter von Unternehmen, Ministerien und Forschungseinrichtungen sowie Delegierte der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) über Wege zur Stärkung der deutschen Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Gebiet. Die Veranstaltung fand auf Einladung der Raumfahrtmanagement statt, die gut 150 Gäste begrüßen konnte.

In seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung warb der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Peter Hintze, daher, die Satellitenkommunikation als Schlüsseltechnologie beim Aufbau moderner Kommunikationsnetze zu betrachten. Auf der Konferenz wurde unter anderem verkündet, dass erstmals ein reproduzierbarer Datenaustausch mit dem "Laser Communication Terminal" (LCT) zwischen den zwei niedrig fliegenden Satelliten TerraSAR-X und NFIRE mit einer Übertragungsrate von 5,5 Gigabit pro Sekunde erreicht wurde.

Nach insgesamt gut 40 Fachvorträgen bündelten hohe Repräsentanten deutscher Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Raumfahrtagenturen die Argumente für ein starkes deutsches Engagement in der Satellitenkommunikation im Rahmen von zwei Podiumsdiskussionen.

Zusammenfassend wurde am Abschlusstag festgestellt, dass die optische Kommunikation ein wichtiges Zukunftsthema ist und die deutsche Führung hier gehalten werden muss. Des Weiteren wurde vielfach die Notwendigkeit einer nationalen Satellitenkommunikations-Mission betont. Die technologische Fähigkeit eigene Nutzlasten zu bauen und die Systemfähigkeit für geostationäre Satelliten wird als strategisches Ziel deutscher Raumfahrtpolitik betrachtet. Wichtig ist auch, die innovativen Fähigkeiten der deutschen und europäischen Firmen zu stärken und durch fortschrittliche Technologien die Weltmarktpositionen zu behaupten.

Gleichzeitig wird auch betont, dass die Außendarstellung zu verbessern ist, da sich Satellitenkommunikationsthemen nicht so gut öffentlichkeitswirksam präsentieren lassen, wie etwa bemannte Raumfahrt. Daher wird auch ein Dialog der Anwendungsprogramme für gemeinsame Themen aus Kommunikation, Navigation und Erdbeobachtung gefordert.


Kontakt
Dr. Roland Wattenbach
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Satellitenkommunikation
Tel: +49 228 447-611

Fax: +49 228 447-709

E-Mail: Roland.Wattenbach@dlr.de
URL dieses Artikels
http://www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-4164/6715_read-10395/