Sicherheitsthemen setzen Akzente beim Munich Satellite Navigation Summit
Gemeinsam mit dem DLR-Institut für Kommunikation und Navigation stellte sich das SatNav-Forum mit eigenen Stand erstmalig auf der "Munich Satellite Navigation Summit" vom 3. bis 5. März 2009 in der Münchener Residenz vor. Die Veranstaltung hat sich inzwischen als europäische und internationale Konferenz mit globaler Auswirkung etabliert. Bereits zum siebten Mal diskutierten hochrangige Vertreter aus Industrie, Wissenschaft und Politik über die aktuelle und künftige Entwicklung im Sektor Satellitennavigation.
Der Bayrische Wirtschaftminister Martin Zeil eröffnete die Veranstaltung. Neben ihm sprachen Fotis Karamitsos, der Generaldirektor für Energie und Transport der Europäischen Union, Michael Shaw vom National Space Office in Washington sowie der ESA Direktor Jean-Jacques Dordain. Am dritten Tag begrüßte der Kongress einen besonderen Ehrengast, den US-Amerikaner Dr. Bradford Parkinson, der als "Vater des GPS" gilt.
2009 lag der Schwerpunkt auf neuen Anwendungsmöglichkeiten in den vier Verkehrselementen "Straße", mit den Schwerpunkten autonomes Fahren und Karten, "Schiene", "Wasser" und "Luft". Experten diskutierten über die wichtigen Sicherheitsthemen zum Schutz der Bürger und die Möglichkeiten, wie der staatliche Dienst PRS (Public Regulated Service) hier unterstützend wirken kann. Weitere Themen waren das Rettungswesen, unterstützt durch den Mobilfunk, sowie rechtliche Aspekte der Funktionsgarantien. Schließlich untersuchten die Experten die internationalen Aktivitäten beim Aufbau der führenden Satellitennavigationssysteme: dem amerikanischen GPS III, dem russischen GLONASS, dem chinesischen COMPASS und dem europäischen System Galileo.
Das Forum für Satellitennavigation präsentierte in der parallelen Ausstellung neue satellitengestützte Entwicklungen und Dienstleistung zu Anwendungsgebieten wie Verkehr, Logistik, Sicherheit und Rettungswesen. Die internationalen Besucher interessierten sich besonders für die Frage, wie das bundesweite Netzwerk seine regionalen Mitglieder unterstützt, um für die entstehenden Märkte im Anwendungsbereich gerüstet zu sein. Durch die Aktivitäten des Forums entstehen leichter überregionale Kooperationen für gemeinsame Projekte, eine gemeinsame Außenpräsentation von "GALILEO in Deutschland" wird ermöglicht und Kontakte zu potentiellen Nutzern erleichtert.
Die DLR Arbeitsgruppe Validierungs- und Ergänzungstechniken zeigte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Erprobung empfangener Navigationssignale von GNSS-Systemen und die zugeordnete Bereitstellung von Ergänzungs- und Korrekturinformationen in Echtzeit. Am Beispiel des Projektes ALEGRO konnten die Besucher life erleben, wie der Einsatz lokaler Ergänzungssysteme und adaptiver Navigationsalgorithmen die Positionsgenauigkeit und Zuverlässigkeit insbesondere für Anwendungen im sicherheitskritischen Bereich (Safety-of-Life = SoL) erhöhen.
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