News-Archiv 2007

TerraSAR-X verlässt Deutschland - Letzte Vorbereitungsphase beginnt

23. Februar 2007

Der deutsche Radarsatellit TerraSAR-X wird am Montag, 26. Februar, mit dem Transportflugzeug Antonov 124 von Friedrichshafen aus seine Reise zum Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan antreten. Der eigentliche Start des Satelliten von Baikonur aus war für den 27. Februar geplant. Dieser verschiebt sich jedoch aufgrund  der verzögerten Startfreigabe des russischen Trägers Dnjepr um etwa einen Monat. TerraSAR-X ist ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der EADS Astrium GmbH in öffentlich-privater Partnerschaft realisiertes Projekt.

 TerraSAR-X über Europa
zum Bild TerraSAR-X über Europa

Ende Januar wurden sowohl der Satellit wie auch das vom DLR bereitgestellte Bodensegment von einer internationalen Expertenkommission freigegeben. Im Rahmen der Mission ist das DLR für den Betrieb des Satelliten sowie für Datenempfang und –auswertung verantwortlich.

Nun haben Ingenieure der Firma EADS Astrium den rund 1,3 Tonnen schweren Satelliten in seinen Spezial-Transportcontainer verladen. Dieser wird am Montag mit der Antonov nach Baikonur starten. Dann beginnt für die Teams von DLR und EADS Astrium die vier- bis sechswöchige Vorbereitungsphase für den Start des Satelliten ins All.
 
TerraSAR-X ist der erste deutsche Satellit, der im Rahmen einer so genannten Public Private Partnership (PPP) zwischen dem DLR und EADS Astrium realisiert wird. EADS Astrium beteiligt sich an den Kosten für Entwicklung, Bau und Einsatz des Satelliten. Die Nutzung von TerraSAR-X-Daten für wissenschaftliche Zwecke liegt in der Zuständigkeit des DLR, während die Infoterra GmbH, eine Tochtergesellschaft der EADS Astrium, für die kommerzielle Vermarktung verantwortlich ist.

Der Satellit wird die Erde in einer Höhe von 514 Kilometern auf einer polaren Umlaufbahn umrunden und mit seiner aktiven Antenne neuartige und hochwertige X-Band-Radardaten von der gesamten Erde aufnehmen. TerraSAR-X arbeitet unabhängig von Wetterbedingungen, Wolkenbedeckung und Tageslicht und wird in der Lage sein, Radardaten mit einer Auflösung von bis zu einem Meter zu liefern.


Kontakt
Dr. Niklas Reinke
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
, Kommunikation
Tel: +49 228 447-394

Mobil: +49 174 1955114

Fax: +49 228 447-386

E-Mail: niklas.reinke@dlr.de
Rolf Werninghaus
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Erdbeobachtung
Tel: +49 228 447-587

Fax: +49 228 447-747

E-Mail: Rolf.Werninghaus@dlr.de
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