Entfaltung der AISat-Helixantenne



Der vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen entwickelte Kleinsatellit AISat soll dabei helfen, den weltweiten Schiffsverkehr zu überwachen. Sein Start ist für Herbst 2010 geplant. Der Satellit besitzt eine vier Meter lange Helixantenne, die einzelne Schiffe in viel befahrenen Seegebieten orten soll.Sie muss beim Start auf engstem Raum verstaut werden und sich im Orbit selbständig auf ihre volle Länge von vier Metern entfalten. Hierzu wurde eine ausgefeilte hochelastische Kohlefaserverbundstruktur entwickelt, die außen metallisch leitend umkleidet ist.

Da die Entfaltung dieses filigranen Gebildes unter normaler Erdschwerkraft nicht realistisch getestet werden kann, werden in den Schwerelosigkeitsphasen des Parabelflugs verschiedene Materialparameter variiert und die komplexe Kinematik des Entfaltungsvorganges aufgezeichnet. Das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Braunschweig hat hierzu ein Test-Rack entwickelt, auf dem vier verschiedene Helixantennen nacheinander aufgespannt werden können. Nachdem der Verriegelungsmechanismus ausgelöst wurde, messen die Wissenschaftler die Rückstoßkraft der nach vorne schnellenden Antenne an drei Punkten hochpräzise und zeichnen die Bewegung mit vier Kameras simultan auf.

Dieses in enger Kooperation zwischen den beiden beteiligten DLR-Instituten in Bremen und Braunschweig entwickelte Experiment soll helfen, die Entfaltung großer ultraleichter Strukturen im Weltraum zu optimieren. Der Satellit AISat selbst könnte Prototyp einer ganzen Serie gleichartiger Satelliten werden, mit deren Hilfe die Sicherheit auf den Weltmeeren deutlich verbessert würde.


Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Joachim Block
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leitung der Standorte Braunschweig, Göttingen, Trauen

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