DLR SpaceBot Camp



 SpaceBot Camp
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Das DLR SpaceBot Camp 2015 ist am 13. November 2015 ab 9:00 Uhr in den Medienparks NRW (Hans-Böckler-Straße 163, 50354 Hürth-Kalscheuren), für Publikum geöffnet. Sie sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.


SpaceBot Camp 2015 – die nationale Leistungsschau für bodengestützte Weltraumrobotik

Zehn Weltraumrobotik-Teams aus ganz Deutschland schlagen am 13. November 2015 in den Medienparks NRW in Hürth ihr Lager auf. Sie wollen zeigen, was in ihren Systemen steckt. Über den Verlauf eines Jahres haben sie ihre Rover entwickelt, mit denen eines der anspruchsvollsten Szenarien der Raumfahrt simuliert werden soll – die Erkundung eines fremden Planeten.

Hierzu reicht ein fahrbarer Untersatz allein nicht aus. Um ihre Missionsaufgaben beim SpaceBot Camp zu erfüllen, müssen die Roboter in einem schwierigen Gelände Objekte auffinden, identifizieren und transportieren, um sie schließlich zu einem Gesamtsystem zu montieren – und das so autonom wie möglich.

Ihrer Kreativität werden dabei keine Grenzen gesetzt. So sollen sie Herausforderungen wie die Steigerung des Autonomiegrades, eine robuste Navigation, eine flexible Interaktion und die Anpassung an wechselnde Einsatzbedingungen meistern.

Die Mission

Das Szenario des SpaceBot Camp bildet die Herausforderungen an Erkundungsroboter nach der Landung auf einem Planeten nach. Jedes Team wird sich in diesem Umfeld verschiedenen Aufgaben stellen:

  • Das System – bestehend aus einem oder mehreren Robotern – landet auf einem fremden Planeten. Haben die Rover das Landefahrzeug verlassen, beginnen sie die Erkundung dieses Himmelskörpers am Rand eines unerforschten Kraters. Vom Startpunkt aus wird die Umgebung nach auffälligen Objekten abgesucht.
  • Eine grobe Karte der Umgebung mit Höhenprofil bekommen die Teams vor dem Start.
  • Doch das Transportraumschiff kann nicht unbegrenzt Material mitnehmen. Daher ist die Masse des abgesetzten Geräts oder der abgesetzten Geräte auf 100 Kilogramm begrenzt.
  • Um unseren fremden Planeten kreisen keine Navigationssatelliten. Daher können sich die Rover nicht via GPS orten oder navigieren. Sie müssen andere Lösungen finden, um sich auf dem fremden Himmelskörper zurechtzufinden.
  • Die Roboter können ihren Zustand und ihre Umwelt ausschließlich über die im System verfügbare Sensorik erfassen.
  • Das Betriebsteam in der Kontrollstation "auf der Erde" hat keinen direkten Zugriff auf das Robotersystem und hat auch keinen direkten Blickkontakt. Informationen zwischen Roboter und Station werden ausschließlich über eine Telekommunikationsverbindung ausgetauscht.
  • Funksignale kommen auf dem fremden Planeten nur zeitversetzt an. Außerdem kann die Kommunikation zwischen Bodenstation und Rover und umgekehrt plötzlich ausfallen – ganz wie bei einer echten Weltraummission.

Um diese Missionsaufgaben zu lösen, müssen die Systeme über Fähigkeiten verfügen, die sowohl bei einer Explorationsmission als auch bei terrestrischen Anwendungen wie etwa der Gewinnung von Bodenschätzen in der Tiefsee oder Rettungseinsätzen gebraucht werden:

1. Auffinden und Identifizieren von drei definierten Objekten (unterschiedliche Farben und Formen repräsentierten einen bestimmten Objekttyp)

2. Greifen und Transport zur Basisstation von zwei der insgesamt drei Objekte.

3. Objektmontage von drei Objekten zu einer Einheit.

Jedes Team hat eine Stunde Zeit, sich an diesem Szenario zu messen.

 Roboter beim ersten DLR SpaceBot Cup
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Vom SpaceBot Cup zum SpaceBot Camp

Im DLR SpaceBot Camp werden die Arbeitsergebnisse der Vorhaben zum SpaceBot Cup 2015 vorgestellt. Hierbei sollen der breiten Öffentlichkeit und dem Fachpublikum die Arbeiten der Teams gezeigt werden. Dieser Weg wurde gewählt, da zur Qualifikation im September 2015 noch nicht genügend Teams alle Anforderungen für die Teilnahme am SpaceBot Cup erfüllten. Neben den Teams, die alle Qualifikations-aufgaben bestanden haben, zeigten jedoch auch die anderen Systeme ein beeindruckendes Leistungsvermögen. Sie haben somit im SpaceBot Camp die Gelegenheit, ihre Entwicklungen an ihre Grenzen zu führen und zu zeigen, was die Robotikforschung in Deutschland zur internationalen Raumfahrt beitragen kann.

Der SpaceBot Cup und das SpaceBot Camp werden vom DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert.

Noch Fragen? Dann wenden Sie sich bitte unmittelbar an unser Wettbewerbsbüro:


Kontakt
SpaceBot Camp-Büro
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement

Tel: +49 228 447-514

Fax: +49 228 447-718

E-Mail: SpaceBotCup@dlr.de
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http://www.dlr.de/rmc/rm/desktopdefault.aspx/tabid-10781/18794_read-43643/
http://www.fzi.de/forschung/projekt-details/laurope/laurope-fortschrittsbericht/
http://www.sear-blog.de/
http://spacebotcup.uni-koblenz.de
http://www.nimbro.net/Explorer
http://carpenoctem.das-lab.net/
https://www.tu-chemnitz.de/etit/proaut/forschung/spaceBotCup2015.html
http://spacebot.dfki-bremen.de/index.php
http://www.ra.cs.uni-tuebingen.de/forschung/DLR_SpaceBot_Cup_2015/blog/
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Flyer SpaceBot Camp 2015 (http://www.dlr.de/rd/Portaldata/28/Resources/dokumente/rr/23858_Space_Bot_Camp_2015_Flyer_031115_D.pdf)