Laser Communications Terminal
Unsere Informationsgesellschaft verlangt im Rahmen der weiteren globalen Vernetzung nach einem immer stärkeren Datenaustausch mit zunehmend höheren Datenraten, um beispielsweise auch mobile Internetnutzer weltweit besser vernetzen zu können. Die Satellitenkommunikation bietet hier eine hervorragende Möglichkeit zur Ergänzung terrestrischer Netze und zu einer globalen Abdeckung.
Hierzu werden derzeit neue Systeme diskutiert, die ein globales Satellitennetzwerk bereitstellen, das interaktive Multimediaanwendungen mit Hochgeschwindigkeitsdatenübertragungen ermöglicht. Für die nächsten Generationen von Satellitensystemen, die dem Aufbau der "Global Information Infrastructure" dienen, werden Kommunikationsverbindungen zwischen den Satelliten, die sogenannten Inter-Satellite-Links (ISL) unabdingbar sein. Diese Satellitenkommunikationssysteme der nächsten Generationen werden ISL-Datenübertragungskapazitäten von ein bis zehn Gigabit pro Sekunde erfordern, die mit der weltweit verfügbaren Hochfrequenztechnik nicht realisierbar sind.
Laser Communications Terminal als Experimentiernutzlast auf TerraSAR-X
Unter Leitung von Tesat-Spacecom GmbH wird in Zusammenarbeit mit Astrium und Zeiss Optronik ein vom DLR/BMBF gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt durchgeführt. Ziel ist es, die Technologien für kleine, leistungsstarke und zuverlässige Laser-Terminals zu entwickeln und zu testen. Die Flugerprobung wurde durch den Mitflug des LCT als Experimentiernutzlast auf dem deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X, der im Juni 2007 gestartet wurde, realisiert. Die erfolgreiche Erprobung des LCT mit Experimenten von Satellit zu Boden erfolgte im Februar 2008.
Hierdurch konnte neben dem Nachweis der LCT-Funktionalität auch die kohärente Laserverbindung durch die Atmosphäre untersucht werden. In dem Entwicklungsprogramm arbeitet die Industrie eng mit verschiedenen Forschungsinstituten zusammen. Basis der Kommunikationsverbindung ist die kohärente Laserübertragungstechnik mit diodengepumpten Feststofflasern mit einer Wellenlänge von 1064 Nanometern, eine spezielle und besonders effiziente Übertragungstechnik, mit der sich die deutsche Industrie eine technologische Spitzenposition erarbeitet hat.
Die wesentlichen technischen Problemstellungen des Projekts sind unter den Bedingungen des Weltraums: