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Wie schützen Staubpartikel im Weltall gegen die außerirdische Sonnenstrahlung?



Die Astrobiologie untersucht die Ausbreitung von Leben im Sonnensystem und die Chancen für Leben außerhalb der Erde. Außerdem beschäftigt sie sich mit dem möglichen Transport von Leben zwischen Planeten und Sonnensystemen. Bei all dem spielt die Untersuchung der Widerstandsfähigkeit von Organismen gegenüber Extrembedingungen eine entscheidende Rolle. Verschiedene Weltraumexperimente haben gezeigt, dass eine begrenzende Größe im freien Weltraum die UV-Strahlung der Sonne ist. Einen wirksamen Schutz hiervor bieten Stäube, die den Einfall der Strahlung mindern. Dazu zählen etwa Meteoritenstäube oder Staubarten, die dem Marsstaub ähneln.

Das Parabelflugexperiment DUSDIS (Staubverteilung) ergänzt ein Weltraumexperiment, das im Juni 2005 auf einem russischen Satelliten geflogen ist. Dabei wurden die Effekte verschiedener marsbodenähnlicher Stäube auf die Sporen eines Bakteriums untersucht. Im Mittelpunkt der Forschung stand dabei die Schutzwirkung dieser Stäube gegen die ultraviolette Strahlung der Sonne. Außerdem wirkten Schwerelosigkeit, extraterrestrische Strahlung, Vakuum und extreme Temperaturschwankungen auf die Proben ein.

Die Auswertung des Flugexperiments hat gezeigt, dass die Schutzwirkung in erster Linie von der Menge des verwendeten Staubes abhängt. Über die räumliche Anordnung der Staubpartikel in der Schwerelosigkeit und deren Verteilung über den Bakterien konnten jedoch keine Aussagen gemacht werden. Dies soll nun im Parabelflugexperiment untersucht werden. Ziel ist es, die Ergebnisse des Weltraumexperiments besser interpretieren und zukünftige Langzeitexperimente im Weltall optimal vorbereiten zu können.

Contact
Dipl.-Ing. Jörg Drescher
German Aerospace Center

Institute of Materials Physics in Space

Köln

Tel.: +49 2203 601-4627

Dr. Corinna Panitz
Universitätsklinikum Aachen
, Institut für Flugmedizin
Aachen

Tel.: +49 0241 80 88-723

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