Infos für die Teilnehmer



Wer kann sich für ein REXUS- oder BEXUS-Experiment bewerben?

An der Ausschreibung der Studentenprogramme REXUS und BEXUS können Studenten teilnehmen, die während der gesamten Projektzeit als ordentliche Studenten an einer deutschen Hochschule oder Universität eingeschrieben sind. Die Studenten werden ihr gesamtes Experiment selbständig planen und bauen. Daher sollten sich möglichst interdisziplinäre Studententeams bilden, die auch gute Kenntnisse in den Bereichen Mechanik, Elektrik/Elektronik und Experimentsteuerung aufweisen können.

Die fachliche Betreuung durch einen Hochschullehrer oder ein Institut wird empfohlen. Jedes Team benennt einen studentischen Teamleiter, der Ansprechpartner für DLR und EuroLaunch ist. Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Da REXUS/BEXUS ein deutsch-schwedisches Studentenprogramm ist, werden Englisch-Kenntnisse in Wort und Schrift als gemeinsame Sprache vorausgesetzt.

Die Ausschreibung findet jedes Jahr im September statt.

Was ist als Erstes zu tun?

Bitte melden Sie sich zunächst durch den Teamleiter über den "Letter of intent" bis zur Einsendefrist bei uns an. Dann wissen wir, dass Sie Interesse daran haben, einen Experimentvorschlag einzureichen. Sie erleichtern uns damit die weitere Planung.

Beschreiben Sie Ihren Experimentvorschlag auf der dafür vorgesehenen "Experiment Proposal Form" in englischer Sprache. Die Kurzbeschreibung "Technical Overview REXUS/Technical Overview BEXUS" gibt Ihnen erste technische Informationen, die Sie bei der Entwicklung Ihres Experimentvorschlags berücksichtigen müssen. Weitere Informationen erhalten Sie im Manuals REXUS und im Manual BEXUS . Falls Ihr Team mehrere Vorschläge einreichen möchte, verwenden Sie bitte für jeden Vorschlag ein eigenes Formblatt.

Senden Sie uns das Formblatt bis zur Einsendefrist elektronisch zu.

Anregungen für Experimentierfelder:

  • Atmosphärenphysik
  • Weltraumstrahlung
  • Biologie (keine Tiere!)
  • Magnetfeld der Erde
  • Kommunikation
  • Navigation
  • Technologie-/Instrumenten-Tests für Weltraumanwendungen
  • Fernerkundung
  • Raketen- und Ballontechnik
  • Experimente in reduzierter Schwerkraft (1/100 bis 1/1000 g)

Wie geht es weiter?

Nachdem die Experimentvorschläge eingegangen sind, begutachten Experten des DLR den wissenschaftlich/technischen Inhalt. Folgende Kriterien werden bewertet:

  • der wissenschaftlich/technische Wert
  • die Originalität
  • die Notwendigkeit eines Raketen- oder Ballonflugs
  • die technische Durchführbarkeit auf Rakete oder Ballon
  • der "Outreach"-Plan
  • die allgemeine Ausführung (Qualität) des Experimentvorschlags
  • die Kompetenz des Studententeams

Im Anschluss an die Vorauswahl findet ein Workshop beim DLR Raumfahrtmanagement in Bonn statt, zu dem die Studentengruppen mit den besten Vorschlägen eine Einladung erhalten. Dort werden sie ihre Experimente vorstellen und mit Fachleuten diskutieren. Hierbei werden zusätzlich bewertet:

  • die Unterbringung auf Rakete oder Ballon unter Berücksichtigung der benötigten Anforderungen (wie Platz, Masse und Stromversorgung)
  • die organisatorischen Durchführbarkeit durch die Studenten
  • die Realisierung im vorgegebenen Zeitplan
  • Sicherheitsaspekte, Risiken

Nach dem Workshop werden Fachleute des DLR, von SNSB, ESA und von EuroLaunch die Experimente zu Nutzlasten für REXUS und BEXUS zusammenstellen.

Die Studentengruppen, deren Experimente realisiert werden sollen, erhalten anschließend jährlich alternierend eine Einladung zur Trainingswoche beim DLR in Oberpfaffenhofen oder auf dem Startplatz Esrange (Schweden). Dort werden die ausgewählten europäischen Studentengruppen das technische und organisatorische Umfeld für Raketen- und Ballonflüge kennenlernen. Sie werden alle Informationen bekommen, die für die Realisierung des Experiments auf REXUS oder BEXUS erforderlich sind, Außerdem treffen sie hier ihre Betreuer, an die sie sich im weiteren Projektverlauf wenden können. Im sogenannten "Preliminary Design Review" wird während dieser Woche das von den Studenten geplante Experiment-Design erstmals kritisch überprüft.

Der weitere Verlauf des Projekts kann aus dem Zeitplan entnommen werden.
 
Pro Ausschreibungsjahr können insgesamt je vier bis fünf Experimente auf REXUS und BEXUS von studentischen Wissenschaftlerteams deutscher Hochschulen und Universitäten realisiert werden.

Wie werden die Studentenexperimente finanziert?

Die Finanzierung des Studentenprogramms REXUS/BEXUS erfolgt aus dem Deutschen Nationalen Raumfahrtprogramm mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und aus eigenen Mitteln des DLR.

Für den Bau ihrer fluggeeigneten Experimentiereinrichtung und die wissenschaftliche Experimentdurchführung sind die Studenten selbst zuständig. Sie müssen sich deshalb auch um Sponsoren für den Bau ihres Experiments bemühen. Für die Teilnahme am Workshop, an der Trainingswoche und an der Startkampagne auf Esrange stehen Reisegelder für bis zu drei Studenten pro Gruppe zur Verfügung. Im begrenzten Umfang können Material und spezifische Geräte vom DLR finanziert werden.
 
Alle anderen Aktivitäten, wie die Bereitstellung von Raketen und Ballonen, die Integration der Experimente in die Nutzlast, Start und Bergung sowie die technische Betreuung der Experimente von Fachleuten werden direkt durch das DLR-Institut für Raumfahrtsysteme und EuroLaunch sichergestellt.

Für Rückfragen steht das DLR gerne zur Verfügung.


Contact
Maria Roth
German Aerospace Center

Space-Agency

Tel: +49 228 447-324

Fax: +49 228 447-735

E-Mail: Maria.Roth@dlr.de
Dr. Otfried Joop
German Aerospace Center

Space Agency

Tel: +49 228 447-204

Fax: +49 228 447-735

E-Mail: Otfried.Joop@dlr.de
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