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STERN: Das Raketen-Programm für Studenten



 Programm 'STERN'
zum Bild Programm "STERN"

Das Programm STERN (Studentische Experimental-Raketen) bietet Hochschulstudenten die Möglichkeit, eine eigene Rakete einschließlich des Antriebssystems zu planen, zu bauen und unter anderem vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden zu starten.

Als Nutzlast ist eine Telemetrie-Einheit vorgesehen, die alle wichtigen Bahnparameter wie Beschleunigung, Geschwindigkeit und Flughöhe zur Erde funkt und anschließend den Studenten zur Flugdatenauswertung zur Verfügung steht.

Als Antrieb können sowohl kommerzielle Feststoff-Raketenmotoren in der höchsten Leistungsklasse als auch Eigenentwicklungen im Bereich Füssigkeitsantriebe, Heißwasser (Dampf) oder Hybrid verwendet werden. Gegenwärtig gibt es bereits an den Hochschulen verschiedene Projekte, die sich speziell mit Antriebsthemen beschäftigen.

Planungen und erste Motorentests zeigen, dass dabei Flüge bis zu mehreren Kilometern Höhe möglich sind. Neben der Auslegung des Antriebs und diversen Motorentests, die auch in Kooperation mit dem DLR-Testzentrum in Lampoldshausen - hier finden auch die Triebwerkstests für die Ariane-5-Rakete statt - erfolgen können, konzentrieren sich die Arbeiten der Studenten besonders auf das Gesamtsystem "Rakete".

 Studentenrakete B4-1-V02 auf der Startrampe
zum Bild Studentenrakete B4-1-V02 auf der Startrampe

So sind unter anderem Windkanaltests mit dem Raketenkörper vorgesehen, in denen das Strömungsprofil um den Raketenköper ermittelt und mit den Computermodellen aus der Strömungsmechanik (Computational Fluid Dynamics) verglichen wird. Weitere Betätigungsfelder ergeben sich beispielsweise bei der Auslegung von Druckbehältern (Tanks, Motorgehäuse), der Düse oder bei der Festigkeitsberechnung (Finite Elemente Methode) von einzelnen Elementen der Rakete.

Die Arbeiten sind Teil der Lehrveranstaltungen, die verschiedene Aspekte der Raketentechnik betrachten und gleichzeitig den Studenten als Leistungsnachweise dienen können. Aufgrund der Komplexität des Projektes ist die Durchführung an der jeweiligen Hochschule nur in Gruppenarbeit möglich. 

Innerhalb des Projektes müssen die zukünftigen Absolventen zeitlich und inhaltlich festgelegte Meilensteine erfüllen und an "Reviews" teilnehmen, in denen sie ihr Design gegenüber einer kritischen Zuhörerschaft präsentieren und rechtfertigen.

Die Studenten durchlaufen somit alle üblichen Prozesse eines "echten Projektes" in der Raumfahrttechnik beziehungsweise bei der Entwicklung eines neuen Trägersystems. In dem von der Raumfahrtmanagement initiierten Programm können alle Hochschulen mit der Fachrichtung "Luft- und Raumfahrttechnik" eine Förderung beantragen. Die Projektlaufzeit ist auf maximal drei Jahre festgelegt.


Contact
Karsten Lappöhn
German Aerospace Center

Space Administration
, Launchers
Bonn-Oberkassel

Tel.: +49 228 447-520

Fax: +49 228 447-706

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Infos für die teilnehmenden Hochschulen
Downloads
Flyer zum STERN-Programm (0.99 MB)
Links
Swedish Space Corporation (SSC)
SSC - Esrange
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