Durch die neuartige Technik des implantierbaren DLR-Herzunterstützungssystems steht erstmalig für Patienten und Mediziner eine echte Alternative zur Herztransplantation zur Verfügung. Etwa ein Viertel der Patienten sterben während der Wartezeit auf ein Spenderorgan, welche momentan bis zu zwei Jahre betragen kann. Alternativ verbleibt nur der Einsatz einer künstlichen Blutpumpe, die den Kreislauf stabilisieren kann. Probleme mit bisher eingesetzten Unterstützungssystemen gaben Anlass zur Entwicklung des DLR-Systems, mit dem bisherige Komplikationen überwunden und eine langfristige Therapie möglich sein wird. Auf Basis der langjährigen und erfolgreichen Entwicklung innovativer Robotersysteme für die Raumfahrt transferiert das Institut für Robotik und Mechatronik mit dem DLR-Herzunterstützungssystem seine Erfahrung in die Medizintechnik. Wie in der Raumfahrt müssen dort höchste Ansprüche an Qualität, Zuverlässigkeit und Dauerbelastbarkeit erfüllt werden. Das Projekt „DLR-Herz“ wurde mitzahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen gewürdigt.