Terrestrische Assistenzrobotik



Die am Institut entwickelten hochintegrierten terrestrischen Assistenzsysteme sind darauf ausgerichtet, eine semiautonome Kooperation mit dem Menschen zu ermöglichen. Diese Prinzipien, bei denen „Soft Robotics“, also das nachgiebige und sichere Verhalten eines Robotersystems, im Vordergrund stehen, sind für die physische Interaktion zwischen Mensch und Roboter notwendig. Sie sind auch von zentraler Bedeutung für Arbeiten zur Bionik und Prothetik auf dem Weg zum humanoiden, ferngesteuerten Robonauten.

Neuartige, ggf. zweiarmige mobile Produktionsassistenten in der Fabrik sollen beitragen, verlorengegangene Produktionsprozesse nach Europa zurückzuholen und „Personal Assistants“ für den „Elderly Care“ Einsatz werden angesichts der Überalterung unserer Gesellschaft vermutlich sogar zu einem Schlüsselthema der Zukunft.

Biomimetische Robotik und maschinelles Lernen (Prof. Dr. Patrick van der Smagt)

Um menschenähnliche Roboter zu entwickeln ist ein äußerst detailliertes Verständnis der menschlichen Beweglichkeit notwendig. Die Prinzipien Dämpfung, Energiezwischenspeicherung, und Steifigkeitsregelung sind wichtige Bestandteile der menschlichen Beweglichkeit, aber nicht im Zusammenhang mit Arm- und Beinbewegung ausreichend verstanden. Wann ein Gelenk steif gemacht werden sollte, ob und wie Energie zwischengespeichert wird, und wie diese Impedanzbestandteile mit Dämpfungsparametern zusammenhängen, wird nur sehr beschränkt verstanden. Die Gesamtkonzepte von Arm- und Beinbewegung zu verstehen ist jedoch notwendig für den effizienten Nachbau und Einsatz im Robotersystem.

Die Bionikforschung am DLR konzentriert sich auf diese Fragestellungen. In einer Kombination von Modellbildung und Experimentalforschung wird versucht, die Einzelheiten zu verstehen, um daraus ein Gesamtbild der Beweglichkeit zu erlangen und später im Robotersystem umzusetzen.

Bewegungssimulation (Hans Heindl)

 Neuartige Bewegungssimulatoren, die einen wesentlich größeren Bewegungsbereich abdecken als die heutigen (dazu noch extrem teuren), dienach dem sog. Hexapod-Prinzip arbeiten, eröffnen auch der Zentrifugenentwicklung für das Astronauten- und Pilotentraining völlig neue Perspektiven. Somit sollten in de Bereichen

  • Flugzeug- und Hubschrauber-Simulator
  • Fahrzeug-Simulator
  • Infotainment, Edutainment und Entertainment,

neue Märkte für die Robotik erschlossen werden.


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