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Eine Geschichte aus 1001 Nacht: Die Kartierung des Eisvulkan-Mondes Enceladus



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Eine Geschichte aus 1001 Nacht: Die Kartierung des Eisvulkan-Mondes Enceladus
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Das Berliner DLR-Institut für Planetenforschung erstellte vom Saturnmond Enceladus einen Atlas von 15 Bildkarten im Maßstab 1:500.000. Die Abbildung zeigt den Blattschnitt für den Südpol des Mondes in stereographischer Projektion mit der Bezeichnung "Damascus Sulcus". Die Namensgebung der einzelnen Landschaftsformen, wie Ebenen, Gräben, Bergrücken oder Einschlagskrater, erfolgte in Absprache mit der Internationalen Astronomischen Union (IAU) und ist an die orientalische Märchensammlung "1001 Nacht" angelehnt – so finden sich auf Enceladus Landschaften wie der Cairo Sulcus ("Kairo-Graben").
Am Südpol von Enceladus sind so genannte Kryovulkane aktiv, die Dampffontänen viele hundert Kilometer weit ins All schleudern, wo die wieder gefrorenen Eispartikel schließlich von den äußeren Ringen des Saturn eingefangen werden und dann den Planeten umrunden.
Mit Verfahren der Bilddatenverarbeitung und geometrischen Rechenoperationen entstand ein so genanntes, globales "kontrolliertes Bildmosaik". Ihm liegen 377 Nahaufnahmen des Saturnmondes Enceladus aus dem Jahr 2005 zu Grunde ebenso wie niedriger auflösende Cassini-Aufnahmen und ältere Bilder der Voyager-Mission von 1981. Die meisten Aufnahmen wurden mit dem Imaging-Science Subsystem (ISS) an Bord der Saturnsonde Cassini aufgezeichnet. Das Bildmosaik ist die Grundlage für die Bildkarten. Das komplette Kartenwerk ist auf dem Internetportal des CICLOPS (Cassini Imaging Central Laboratory for Observations) des Cassini ISS-Teams abrufbar.

Bild: NASA/JPL/Space Science Institute/DLR.
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