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Die helle und die dunkle Seite von Iapetus



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Die helle und die dunkle Seite von Iapetus
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Iapetus ist einer der rätselhaftesten Monde des Saturn: Der Eismond von 1468 Kilometern Durchmesser zeigt dem Betrachter zwei völlig unterschiedlich ausgeprägte Hemisphären. Die entgegen der Bewegungsrichtung um den Saturn liegende Halbkugel, die "Heckseite" und die Pole von Iapetus bestehen aus blankem Eis und reflektieren das Sonnenlicht zu fast hundert Prozent; auf der Oberfläche der in Bewegungsrichtung weisenden Hemisphäre, der "Bugseite", bedecken jedoch Kohlenstoffverbindungen das Eis, Cyanide und anderen Kohlenstoffverbindungen machen die Oberfläche so schwarz wie Pech. Das Falschfarbenbild zeigt das erste Mosaik hoch auflösender Bilddaten der hellen Seite von Iapetus; es besteht aus 60 Einzelbildern, die im September 2007 aus 73.000 Kilometer Entfernung aufgenommen wurden.
Schon seit der Voyager-Mission 1981 wird vermutet, dass dunkles Material vom Nachbarmond Phoebe die in Bewegungsrichtung zeigende Seite von Iapetus geschwärzt hat. Die fern des Saturn ihre Bahnen ziehenden Monde scheinen hier eine Rolle zu spielen, wie die noch andauernde Auswertung von Bilddaten des nahen Iapetus-Vorbeiflugs vom September dieses Jahres anzudeuten scheint, dem auch die Einzelaufnahmen dieses Mosaiks zu Grunde liegen. Dieser Vorbeiflug wurde von Mitarbeitern der Freien Universität Berlin und dem DLR in allen Details geplant. Besonders interessant ist die Übergangszone zwischen den beiden Extremen. In der unteren Bildhälfte ist ein 450 Kilometer großer Einschlagskrater zu erkennen.

Bild: NASA/JPL/Space Science Institute.
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