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Titan – eine Welt für sich



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Titan – eine Welt für sich
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Der Saturnmond Titan ist mit einem Durchmesser von 5150 Kilometern etwas größer als der innerste Planet, Merkur (4878 Kilometer). Er ist von einer dicken, bräunlich-orangen Atmosphäre umgeben, die in den Wellenlängen des sichtbaren Lichts nicht durchdrungen werden kann. Erst das Radar-Experiment auf Cassini, so wie das Infrarotspektrometer VIMS (Visible and Infrared Mapping Spectrometer) gestatten genauere Analysen der Titanoberfläche.

Einer der Höhepunkte nicht nur der Mission, sondern in der gesamten Geschichte der Raumfahrt, war im Januar 2005 die Landung der europäischen Atmosphären- und Landekapsel Huygens nach zweieinhalbstündigem Flug durch die Stickstoff-Atmosphäre und die anschließende Landung auf der fast minus 200 Grad Celsius kalten Oberfläche des Mondes.

Am Titan verdichten sich die Hinweise, dass es auf diesem Mond einen richtigen Flüssigkeitskreislauf gibt: Mit Niederschlägen, die bei Temperaturen von fast minus 180 Grad Celsius Methan und Ethan aus den Wolken abregnen, und einem Abflusssystem aus Tälern, an deren Ende stehende "Gewässer" die Flüsse aus Kohlenwasserstoff aufnehmen. Viele Wissenschaftler vermuten, dass die Vorgänge, die heute in der Titan-Atmosphäre beobachtet werden können, denen ähnlich sind, die sich in der Lufthülle der Erde abspielten, bevor sich das Leben auf der Erde entwickelte. Sogar aktive, Wasser oder Eis ausstoßende Vulkane vermutet man auf Titan, gespeist aus einem Wasserreservoir unter der tief gefrorenen Kruste.

Bild: NASA/JPL/University of Arizona.
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