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Das Riesen-Gebirge am Äquator des Eismondes Iapetus



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Das Riesen-Gebirge am Äquator des Eismondes Iapetus
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Das Kamerasystem auf Cassini entdeckte entlang des Äquators des Mondes Iapetus ein gewaltiges Gebirge: Dieses erstreckt sich etwa 1300 Kilometer über die Äquatorregion und türmt sich mit 10 bis 20 Kilometern Höhe an vielen Stellen mehr als doppelt so hoch auf wie der Mount Everest auf der Erde. Das Bild zeigt einen aus etwa 4000 Kilometer Entfernung aufgenommenen Ausschnitt dieses Iapetus-Gebirges.

Die Entstehung des monströsen Gebirgsrückens ist vermutlich auf starke tektonische Spannungen in der Kruste des Mondes zurückzuführen, die sich während seiner Abkühlung und der damit verbundenen Abbremsung der Rotationsgeschwindigkeit in der Frühzeit des Sonnensystems aufgebaut haben.

Der 1436 Kilometer große Iapetus war schon vor der Cassini-Mission als rätselhafter Himmelskörper bekannt. Er hat eine extrem helle und eine auffallend dunkle Seite. Die Polregionen und die gegen die Richtung der Umlaufbahn gewandte helle Seite sind eindeutig von Wassereis geprägt. Die in Flugrichtung weisende Seite besteht aber aus extrem dunklem, kohlenstoffhaltigem Material. Es ist noch immer nicht sicher, ob dieser im Sonnensystem einmalige Kontrast auf äußere oder innere geologische Vorgänge zurückzuführen ist.

Bild: NASA/JPL/Space Science Institute.
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