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Präzise Kartenwerke der Saturnmonde als Grundlage für die Wissenschaft



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Präzise Kartenwerke der Saturnmonde als Grundlage für die Wissenschaft
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Wie für Geowissenschaftler auf der Erde ist es auch für Planetenforscher von fundamentaler Bedeutung, über präzise Karten ihrer Untersuchungsgebiete zu verfügen. Die Erstellung globaler Bildmosaike und Atlanten der Eismonde ist deshalb ein wichtiges Langzeitprojekt der Cassini-Mission. Das Cassini-Team am DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin verwendet hierzu die Aufnahmen des Kamerasystems an Bord der Raumsonde Cassini, die bei den zahlreichen Vorbeiflügen an den großen Eismonden des Saturn Bilddaten aus unterschiedlichen Entfernungen sammelt.

Das Beispiel zeigt ein Kartenblatt aus der nördlichen Hemisphäre des Eismondes Enceladus im Maßstab 1:500.000; das bedeutet, dass ein Zentimeter auf dem Original-Kartenblatt (105 Zentimeter mal 75 Zentimeter) in der Wirklichkeit fünf Kilometern (500.000 Zentimetern) entspricht. Die Darstellung wird in der Kartographie als Lambertsche konisch-konforme Projektion bezeichnet.

Enceladus hat einen Durchmesser von 504 Kilometern und ist wegen seiner "kryovulkanischen" Eisfontänen, die am Südpol ins Weltall geschleudert werden, von besonders großem Interesse für die Planetenforschung. Das Kartenblatt trägt die Bezeichnung "Shahrazad": Sämtliche Oberflächenphänomene auf Enceladus, wie Krater, Ebenen oder Bruchstrukturen, werden von den DLR-Kartografen - einer Vorgabe der Internationalen Astronomischen Union (IAU) folgend - mit Orten und Personen belegt, die aus den morgenländischen Erzählungen aus "1001 Nacht" stammen. Shahrazad (auf Deutsch Scheherazade) ist in diesen Geschichten die Erzählerin.

Bild: NASA/JPL/DLR/Space Science Institute.
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