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Am 14. Januar 2005 landete die Atmosphärenkapsel Huygens auf dem Saturnmond Titan



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Am 14. Januar 2005 landete die Atmosphärenkapsel Huygens auf dem Saturnmond Titan
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Eines der spannendsten Experimente in der Erforschung des Sonnensystems mit robotischen Raumsonden war der zweieinhalbstündige Flug der europäischen Messkapsel Huygens am 14. Januar 2005 durch die Atmosphäre des Titan und die anschließende Landung auf der Eisoberfläche des Mondes. Das Bild ist eine künstlerische Darstellung der Landestelle.

Ein Mechanismus sprengte Huygens am 24. Dezember 2004 vom NASA-Saturnorbiter Cassini ab. Huygens begann einen dreiwöchigen "ballistischen", das heißt von keinem Antriebssystem beeinflussten Sinkflug in Richtung Titan. Als Huygens die ersten Ausläufer der dichten Stickstoffatmosphäre erreichte, bremste die Gashülle des Mondes die Sonde ab, wobei sich der Schutzschild der Kapsel auf 1500 Grad Celsius aufheizte. 180 Kilometer über der Oberfläche riss der erste, zweieinhalb Meter große Fallschirm den Hitzeschild planmäßig ab. Sofort danach öffnete sich ein zweiter Fallschirm mit über acht Metern Durchmesser, so dass Huygens' Fall weiter abgebremst wurde und die Kapsel nun - ein Spielball der Titanwinde - am Fallschirm durch die Atmosphäre schwebte. Die Sonde sammelte und analysierte erste Proben der Atmosphäre und begann mit Aufnahmen. In 125 Kilometern Höhe löste sich der zweite Fallschirm. Ein dritter Fallschirm ließ die Sonde durch die Wolken nach unten schweben. Am 14. Januar 2005 um 12.38 Uhr Mitteleuropäischer Zeit landete Huygens auf dem minus 180 Grad Celius kalten Boden des Titan.

Die Messdaten und Fotos der Landestelle wurden zunächst zu Cassini und von dort zur Erde übertragen. Zu sehen sind gerundete Eisbrocken, die vermutlich von einem fließenden Medium abgeschliffen wurden. Nach ein paar Stunden erloschen erwartungsgemäß die Funksignale einer wissenschaftlich und technisch grandiosen Mission.

Bild: ESA.
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