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Regenbogeneffekt auf Saturn

11. Mai 2007

 Regenbogeneffekt auf Saturn
zum Bild Regenbogeneffekt auf Saturn

Saturn scheinen in diesem Bild seine Ringe zu fehlen, doch ihr Schatten auf dem Planeten verrät ihre Präsenz. Tatsächlich umfasst der Bildausschnitt sogar die inneren Ringe; doch sind sie so dünn, dass sie kaum sichtbar sind. Diese Ansicht zeigt die nicht beleuchtete Seite der Saturnringe unter einem Winkel von etwa 52 Grad oberhalb der Ringebene.

Auf dem Foto ist sogar eine Bewegung der Saturn-Wolken sichtbar, weil es sich bei diesem Bild um eine Überlagerung von mehreren Aufnahmen verschiedenfarbiger Filter handelt. Man verwendet diese Technik mit roten, grünen und blauen Spektralfiltern, um einen möglichst natürlichen Farbeindruck zu erzeugen. Die Einzelfotos wurden nacheinander aufgenommen. Ihre Überlagerung zeigt hier und da auf der Planetenoberfläche Auswirkungen des so genannten Regenbogeneffekts.

Der Regenbogeneffekt tritt auf, wenn Einzelfarbbilder in den Grundfarben Rot, Grün und Blau zeitlich hintereinander aufgenommen oder wiedergegeben werden. Durch die Trägheit des menschlichen Auges verschmelzen derartig dargestellte Bilder jedoch zu einem farbigen Eindruck. Manche Menschen nehmen die Einzelfarbbilder dennoch getrennt wahr, was als störend empfunden wird.

Das Bild wurde am 5. April 2007 mit der Telekamera an Bord der Cassini-Raumsonde aufgenommen. Die Entfernung zu Saturn betrug etwa 1,5 Millionen Kilometer. Die Skalierung liegt bei 84 Kilometer pro Pixel (Bildpunkt).


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Saturns Monde und Ringe (http://www.dlr.de/saturn/desktopdefault.aspx/tabid-314/914_read-1154/usetemplate-print/)