Minifallturm - Experimente in Schwerlosigkeit
Die Nachwuchsforscher finden mit Minifallturm und Zeitlupentechnik heraus, wie 0,6 Sekunden Schwerelosigkeit die Welt auf den Kopf stellen können. Was ist Gravitation? Wie beeinflusst sie die Bahnen unserer Planeten und die Struktur der Weltalls? Was bedeutet Mikrogravitation? Wo herrscht sie? Was erforscht man in Schwerelosigkeit? Und wie lässt sie sich auf der Erde erzeugen?
Schwerelos ans Ziel der Forschung
Die Schwerkraft beeinflusst viele physikalische, chemische und biologische Objekte und Prozesse und oftmals führen erst Experimente in Schwerelosigkeit zu einem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. So beispielsweise bei der Erprobung der Wirkmechanismen von Medikamenten auf zellulärer und molekularer Ebene, bei der Erforschung effizienter und schadstoffarmer Verbrennung zur Optimierung von Motoren oder bei der Entwicklung von High-Tech-Materialien wie Hochtemperaturwerkstoffen.
Zwei Meter Fallstrecke im Minifallturm bewirken für wenige Sekundenbruchteile Schwerelosigkeit. Vermag diese kurze Zeit schon die Flamme einer Kerze oder die Oberfläche von Wasser zu beeinflussen? Mit einem Videosystem können die Schülerinnen und Schüler die Geschehnisse in der Fallkapsel genau zu verfolgen und später mit Hilfe der Zeitlupentechnik analysieren. Die Nachwuchsforscher werden die physikalischen Verhältnisse in der Schwerelosigkeit verstehen und am Ende ihrer Forschungen wissen, warum die Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS kein Bein auf den Boden bekommen.