Das LIDAR-Verfahren verwendet Laserstrahlung für die Fernerkundung von Schlüsselparametern der Atmosphäre oder auch der Bio- oder Hygrosphäre, deren genaue Kenntnis für ein Verständnis unseres Erdsystems wichtig sind. Die elastische oder inelastische Streuung der Laserlichtstrahlen, manchmal auch in Kombination mit Absorption, ist die Grundlage für eine große Anzahl verschiedener LIDAR-Anwendungen. Je nachdem, welche physikalische Wechselwirkung des Lichtes mit den Atomen, Molekülen oder Aerosolpartikeln in der Atmosphäre ausgenutzt wird, unterscheidet man Varianten des LIDAR-Prinzips:
Das LIDAR-Messprinzip
In Bild a) ist ein typisches Empfangssignal dargestellt, in dem vier Bereiche erkennbar sind:
Bild b) zeigt ein typisches Empfangssignal einer Messung in homogenem Nebel. Zur Erfassung der Sichtverhältnisse in unmittelbarer Nähe des Sichtweiten-LIDAR wird hier ein kompaktes Gerät mit großem Öffnungswinkel von Sende- und Empfangskegel verwendet. Aufgrund der unterschiedlichen Geometrie der LIDAR-Systeme sind die Bereiche 1 bis 3 des Bildes a) in den ersten 30 Metern des Bildes b) enthalten.