DLR_School_Lab Berlin - Aktuelles

Unsichtbares sichtbar gemacht - Neue Laborräume des DLR_School_Lab Berlin eingeweiht

7. Juni 2010

 Staatssekretär Husung weiht die neuen Laborräume des DLR_School_Lab Berlin ein.
zum Bild Staatssekretär Husung weiht die neuen Laborräume des DLR_School_Lab Berlin ein.
Ein kleiner Schnitt von Dr. Hans-Gerhard Husung, ein großer Schritt für das Berliner DLR_School_Lab: Mit einer entschlossenen Handbewegung durchtrennte der Berliner Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung in Gegenwart des DLR-Chefs Professor Johann-Dietrich Wörner das glänzende rote Band vor den neuen Räumen des DLR-Schülerlabors in Berlin-Adlershof, die damit am 4. Juni 2010 feierlich eingeweiht wurden.

Etwa 200 geladene Besucher und Ehrengäste waren an diesem "Tag der Wissenschaft" auf dem DLR-Gelände in Adlershof unterwegs - und viele von ihnen schauten auch in den neuen Laborräumen vorbei oder betrachteten die Einweihung auf einer Großbildleinwand im Festzelt.

Nur ein paar Stunden Vorbereitung

Im Labor erwarteten Schülerinnen und Schüler einer 11. Klasse der Emmy-Noether-Oberschule bereits die Gäste, um ihnen verschiedene Experimente vorzuführen: wissenschaftliche Versuche zur Infrarotstrahlung, zum dreidimensionalen Sehen und zur Forschung in Schwerelosigkeit. Souverän und didaktisch gekonnt stellten die Jugendlichen die einzelnen Versuche vor und überreichten Staatssekretär Husung eine "Zaubertasse". Diese verfärbte sich, als sie mit heißem Wasser gefüllt wurde: Plötzlich und wie von Geisterhand geschrieben stand da "Forschung macht Unsichtbares sichtbar" quasi als Motto des Tages auf dem Porzellan.

 Infrarotbild von Prof. Johann-Dietrich Wörner und Staatssekretär Dr. Hans-Gerhard Husung
zum Bild Infrarotbild von Prof. Johann-Dietrich Wörner und Staatssekretär Dr. Hans-Gerhard Husung

Klassenlehrer Martin Goldstein sah stolz zu, wie die Jugendlichen ihr Publikum mit den DLR_School_Lab-Experimenten bekannt machten: Um die Eigenschaften von Infrarotstrahlung zu demonstrieren, filmten die Schüler die Gäste mit einer Wärmebildkamera und leiteten dann zum Thema 3D-Sehen über. Trifft man mit nur einem geöffneten Auge die Spitze eines Stiftes mit dem ausgestreckten Finger? Dr. Husung meisterte diese Aufgabe bravourös im ersten Versuch.

 Staatssekretär Husung traf die Spitze eines Stiftes mit ausgestrecktem Finger selbst mit nur einem geöffneten Auge.
zum Bild Staatssekretär Husung traf die Spitze eines Stiftes mit ausgestrecktem Finger selbst mit nur einem geöffneten Auge.

Doch zwei Augen sehen eben noch mehr und eine Kamera, die den Mars in Stereo-Optik darstellt, lässt ebenfalls mehr erkennen. Die Schüler demonstrierten es anhand verschiedener 3D-Aufnahmen vom "Roten Planeten" und nahmen von den Gästen auch noch mit einer herkömmlichen Digitalkamera ein 3D-Foto auf, bevor Experimente am Mini-Fallturm das Programm abrundeten.
Dabei erzeugten die fachkundigen Erklärungen der Jugendlichen beispielsweise zu Parabelflügen und Adhäsionskräften bei den Erwachsenen ein ungläubiges Staunen, denn die Schüler hatten vorher gerade mal zwei Stunden Zeit, sich mit den anspruchsvollen Versuchen vertraut zu machen und sich auf die Präsentationen vorzubereiten.

"Ich hoffe, dass Sie die Begeisterung der jungen Leute für die Wissenschaft gespürt haben", sagte DLR-Chef Wörner - und die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Forschung nickten anerkennend.

 Fachkundig erklären Schülerinnen und Schüler den Gästen das Thema 3D-Sehen.
zum Bild Fachkundig erklären Schülerinnen und Schüler den Gästen das Thema 3D-Sehen.

Begeisterung für die Forschung zu wecken - dieses Ziel der DLR-Schülerlabore wird in den neuen Räumlichkeiten des Berliner DLR_School_Lab durch eine beeindruckende Atmosphäre unterstützt. Die ehemaligen Werkstätten wurden komplett renoviert und in modernen High-Tech-Optik gestaltet. Nun freuen sich der neue Leiter des DLR_School_Lab Berlin, Dr. Christoph Pawek und seine Mitarbeiterin Petra Freier sowie die Studentinnen und Studenten, die hier als Tutoren die Schulklassen betreuen, auf zahlreiche junge Gäste, um ihnen die Welt der Forschung altersgerecht nahezubringen.


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