LSA-Steuerung



Mit Ampeln gegen das Verkehrschaos

 Drei leuchtende Farben und eine Menge Knowhow regeln den Straßenverkehr.
zum Bild Drei leuchtende Farben und eine Menge Knowhow regeln den Straßenverkehr.

 

In Metropolen wie Berlin bahnen sich täglich Millionen Menschen ihren Weg durch den Großstadtdschungel. Egal ob mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß, sei es auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit - jeder möchte so schnell wie möglich sein persönliches Ziel erreichen. Um dem Ansturm auf unseren Straßen Herr zu werden, brauchen wir nur drei leuchtende Farben, aber eine ganze Menge Knowhow. Denn wer verschwendet schon gerne seine Zeit an einer roten Ampel?

Stauvermeidung auf höchstem Niveau

Eine Lichtsignalanlage (LSA), den Meisten eher unter der Bezeichnung „Ampel“ geläufig, kennt zwar nur die Farben grün, gelb und rot. Der Straßenverkehr und die Verkehrssteuerung aber bilden ein komplexes Geflecht, das viel mehr erfordert, als es auf den ersten Blick scheint. Damit das Zusammenspiel reibungslos ohne Staus und längere Wartezeiten funktioniert, muss es gut durchdacht und genau geplant sein.

Die Verkehrsforscher am DLR arbeiten daran, den Straßenverkehr „intelligent“ zu machen. Sie entwickeln unter anderem Verkehrserfassungssysteme, die möglichst viele Facetten vom Geschehen auf den Straßen erkennen und analysieren können, um auf dieser Grundlage den Verkehr direkt zu steuern und das Verhalten von Ampeln anzupassen. Bevor jedoch Lichtsignalanlagen vernetzt werden und der Verkehr von Synergieeffekten profitieren kann (s. Experiment "Grüne Welle"), muss jede für sich schon möglichst genau auf die aktuelle Verkehrslage eingerichtet sein.

 Die von den Schülerinnen und Schülern zu verbessernde Ampelschaltung liegt 150 Meter vom DLR entfernt an der Kreuzung Rudower Chaussee und Wegedornstraße.
zum Bild Die von den Schülerinnen und Schülern zu verbessernde Ampelschaltung liegt 150 Meter vom DLR entfernt an der Kreuzung Rudower Chaussee und Wegedornstraße.

Im DLR_School_Lab Berlin darf der Nachwuchs den Verkehr regeln – zumindest virtuell

In diesem Experiment übernehmen die Schülerinnen und Schüler zuerst die Rolle der Verkehrsbeobachter und analysieren gemeinsam eine vorgegebene Ampelschaltung und die auftretenden Verkehrsströme an einer realen T-Kreuzung. Im Anschluss entwickeln sie in kleinen Teams Konzepte zur Lösung der beobachteten Probleme. Mit Hilfe des auch in der Forschung eingesetzten DLR- Verkehrssimulationsprogramms SUMO modellieren die jungen Forscherinnen und Forscher ihren selbst entworfenen Schaltplan. Zum Abschluss und Höhepunkt des Experiments treten die Teams mit ihren verschiedenen Ampelschaltungen gegeneinander an.

Übrigens: Die kostenlose Verkehrssimulationssoftware SUMO finden Sie hier.

 

 


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