Fragen stellen, experimentieren, staunen
Das DLR_School_Lab und vier Kölner DLR-Institute luden die Schülerinnen ein, ausgewählte Themen genauer zu erkunden. Am Sonnenofen, der Einrichtung für Solarforschung, staunten die Mädchen darüber, wie viel Energie die Sonne täglich liefert und wie diese saubere Energie schon heute genutzt wird.
Um Energie in einer anderen Form ging es beim Institut für Antriebstechnik: Welche Antriebskraft braucht ein Flugzeug damit es fliegt? Wie muss es geformt sein? Wie ist ein Triebwerk aufgebaut? - Die DLR-Wissenschaftlerinnen blieben keine Antwort schuldig. Aber nach so vielen Informationen wollten die Mädchen dann endlich selber forschen.
Dies konnten sie dann im DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum. In einem Levitator wurde zum Beispiel Aluminium im Schwebezustand verflüssigt, in einem anderen Experiment konnten die Nachwuchswissenschaftlerinnen Aerogele herstellen.
Weitere Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, boten die Experimente im DLR_School_Lab.
Vom Girls'Day zum Praktikum
"Die Mädchen lernen spannende - eher technisch orientierte - Berufe und die zugehörigen Ausbildungswege kennen. Sie werden auf Berufe aufmerksam, von denen sie vielleicht vorher noch gar nichts gewusst haben", sagte Frau Dr. Hemmersbach. "Nicht selten landen nach dem Girls'Day Bewerbungen von diesen Mädchen für ein Schülerpraktikum auf meinem Tisch", ergänzte die Wissenschaftlerin.
Mädchen mit Zukunft
Die Schülerinnen selbst hatten mitunter bereits ganz konkrete Vorstellungen von ihren beruflichen Zielen. Melissa aus Solingen interessierte zum Beispiel "wie alles zusammenhängt" und kritisierte, dass in der Schule oft der Physikunterricht ausfällt: "Physik ist eine wichtige Grundlage, ohne die einem das Verständnis von Bio und Chemie fehlt", setzte die 15-jährige hinzu.
Beim Mädchenszukunftstag kommt es ihr darauf an, einen Einblick in das weite Spektrum der Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu bekommen. Sie selbst will einmal Chemie studieren und im Bereich "Umwelt" arbeiten. - Ein klarer Blick in die Zukunft, ohne eine Spur von antiquierten Rollenverteilungen!