DLR_School_Lab Köln - Aktuelles

Wissen sammeln für morgen - Mädchenzukunftstag beim DLR in Köln

14. April 2011

 Gruppenbild vor dem DLR_School_Lab. Am 14. April 2011 konnten im DLR-Standort Köln 50 Schülerinnen zwischen 10 und 16 Jahren in verschiedene wissenschaftliche Themen 'hineinschnuppern'.
zum Bild Gruppenbild vor dem DLR_School_Lab. Am 14. April 2011 konnten im DLR-Standort Köln 50 Schülerinnen zwischen 10 und 16 Jahren in verschiedene wissenschaftliche Themen "hineinschnuppern".
Alle Jahre wieder haben interessierte Schülerinnen die Gelegenheit, sich beim Mädchenzukunftstag, dem Girls'Day, ein Bild von den Berufsmöglichkeiten im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu machen. Am 14. April 2011 konnten im DLR-Standort Köln 50 Schülerinnen zwischen 10 und 16 Jahren in verschiedene wissenschaftliche Themen "hineinschnuppern".

Fragen stellen, experimentieren, staunen

Das DLR_School_Lab und vier Kölner DLR-Institute luden die Schülerinnen ein, ausgewählte Themen genauer zu erkunden. Am Sonnenofen, der Einrichtung für Solarforschung, staunten die Mädchen darüber, wie viel Energie die Sonne täglich liefert und wie diese saubere Energie schon heute genutzt wird.

Um Energie in einer anderen Form ging es beim Institut für Antriebstechnik: Welche Antriebskraft braucht ein Flugzeug damit es fliegt? Wie muss es geformt sein? Wie ist ein Triebwerk aufgebaut? - Die DLR-Wissenschaftlerinnen blieben keine Antwort schuldig. Aber nach so vielen Informationen wollten die Mädchen dann endlich selber forschen.

 Ein warmer Händedruck: Wärmespuren wurden im Experiment 'Infrarot' des DLR_School_Lab sichtbar gemacht.
zum Bild Ein warmer Händedruck: Wärmespuren wurden im Experiment "Infrarot" des DLR_School_Lab sichtbar gemacht.

Dies konnten sie dann im DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum. In einem Levitator wurde zum Beispiel Aluminium im Schwebezustand verflüssigt, in einem anderen Experiment konnten die Nachwuchswissenschaftlerinnen Aerogele herstellen.

Weitere Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, boten die Experimente im DLR_School_Lab.

Vom Girls'Day zum Praktikum

 In der Arbeitsgruppe für Interdisziplinäre Schwerkraftforschung werden unter anderem Experimente für die ISS vorbereitet.
zum Bild In der Arbeitsgruppe für Interdisziplinäre Schwerkraftforschung werden unter anderem Experimente für die ISS vorbereitet.
Was hinter den Experimenten auf der Internationalen Raumstation ISS steckt, erklärte Dr. Ruth Hemmersbach, Leiterin der Arbeitsgruppe Interdisziplinäre Schwerkraftforschung am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, zusammen mit ihren Doktorandinnen. Die zweifache Mutter mit Lehrauftrag an der Universität Bonn wirkt seit Jahren aktiv beim Girls'Day mit.

"Die Mädchen lernen spannende - eher technisch orientierte - Berufe und die zugehörigen Ausbildungswege kennen. Sie werden auf Berufe aufmerksam, von denen sie vielleicht vorher noch gar nichts gewusst haben", sagte Frau Dr. Hemmersbach. "Nicht selten landen nach dem Girls'Day Bewerbungen von diesen Mädchen für ein Schülerpraktikum auf meinem Tisch", ergänzte die Wissenschaftlerin.

Mädchen mit Zukunft

Die Schülerinnen selbst hatten mitunter bereits ganz konkrete Vorstellungen von ihren beruflichen Zielen. Melissa aus Solingen interessierte zum Beispiel "wie alles zusammenhängt" und kritisierte, dass in der Schule oft der Physikunterricht ausfällt: "Physik ist eine wichtige Grundlage, ohne die einem das Verständnis von Bio und Chemie fehlt", setzte die 15-jährige hinzu.

 Experimentieren unter Vakuum-Bedingungen: Wasser kocht bei Zimmertemperatur - nur eine der vielen verblüffenden Wirkungen des 'Nichts'
zum Bild Experimentieren unter Vakuum-Bedingungen: Wasser kocht bei Zimmertemperatur - nur eine der vielen verblüffenden Wirkungen des "Nichts"

Beim Mädchenszukunftstag kommt es ihr darauf an, einen Einblick in das weite Spektrum der Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu bekommen. Sie selbst will einmal Chemie studieren und im Bereich "Umwelt" arbeiten. - Ein klarer Blick in die Zukunft, ohne eine Spur von antiquierten Rollenverteilungen!


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