Experiment mit geschlossenen Ökosystemen unerwartet erfolgreich
:envihab ist der regionale2010 angeschlossen und wurde auf einem Projekttag am 10. Juni 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das nahmen 25 Schülerinnen und Schüler des Stadtgymnasiums zum Anlass, im DLR_School_Lab Köln schon einmal selbst kleine, geschlossene Ökosysteme zu bauen. In einem Einführungsvortrag erfuhren sie von Prof. Dr. Slenzka (OHB-Systems, Bremen), dass ihre Aufgabe gar nicht so einfach war, denn Ökosysteme sind umso stabiler, je größer und komplexer sie sind. Unsere Systeme sollten aber möglichst klein und einfach werden.
Nach der Mittagspause ging es dann ans Werk. Vier Gruppen traten gegeneinander an, um etwa 1,5 Liter fassende Würfel aus lebensmittelechtem PVC mit Hilfe von 96 Schrauben und 6 Acrylglasscheiben luftdicht zu verschließen. Als Materialien standen Sand, Lava, Kies, Steine und verschiedene Wasserpflanzen zur Verfügung. Die Bewohner sollten 2 bis 3 Süßwassergarnelen sein. Kombination und Zusammenstellung blieb jeder Gruppe überlassen.
Die Würfel wurden im DLR_School_Lab Köln nebeneinander unter eine Aquarienlampe gestellt und etwa alle zwei Tage untersucht und fotografiert. Die Schülerinnen und Schüler konnten auf einer speziellen Internetseite die Entwicklung ihrer Ökosysteme beobachten.
Wir hatten vermutet, dass eine solche primitive "Welt" höchstens zwei Wochen stabil sein könnte. Umso erstaunter waren wir, als am 38. Tag sogar junge Garnelen in Würfel A entdeckt wurden! Da der Versuch gar nicht so lange vorgesehen war, musste ab dem 62. Tag - wegen der Sommerferien und anstehender Experimente mit der Humanzentrifuge in der Halle des DLR_School_Lab - eine längere Beobachtungspause eingelegt werden. Bis dahin waren alle Garnelen wohlauf. Zwei Wochen später konnten jedoch außer einer Schnecke in Würfel A keine Lebewesen mehr entdeckt werden.
Gruppe A, in deren Ökosystem ja auch die jungen Garnelen gefunden worden waren, wurde der Erinnerungspreis zugesprochen.