Die Gruppen von der Freiherr vom Stein-Schule Rösrath und dem Ernst Kalkuhl-Gymnasiums Bonn begleiteten ein Experiment zur Schwerkraftwahrnehmung von Wasserflöhen (Daphnia magnus). Diese Versuche sind Teil der Doktorarbeit von Maike Kirchgässner (Institut für Ökologie der Universität München in Zusammenarbeit mit dem Biomedizinischen Wissenschaftsunterstützungszentrum des DLR Köln).
Am 17. und 18. September 2011 war es dann so weit: Treffpunkt 7:00 Flughafen Köln Bonn. Die große Überraschung: alle vier Schülerinnen und Schüler hatten in diesem Jahr in Möglichkeit mitzufliegen! Jeweils um 9:00 startete der Airbus A300 ZERO-G, das größte für Parabelflüge eingesetzte Flugzeug der Welt, Richtung Sylt. In einem für Testflüge reservierten Luftbereich fanden dann die 13 bzw. 14 Parabeln statt. Außer "Microgravity" (nahezu Schwerelosigkeit) waren auch die Fallbeschleunigungen auf dem Mond oder Mars vorgesehen. Einen guten Eindruck vom Flug liefert das "DLR-Podcast Parabelflug".
Nach zwei Stunden war alles viel zu schnell vorrüber. Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert: Ja, Parabelflüge machen Spaß! (Schließlich ist es nicht verboten, an seiner Arbeit Spaß zu haben.) "Ich würde sofort wieder fliegen", sagte die Schülerin Ronja Landeck in einem Interview. Auf die Frage des Reporters, ob sie denn noch einmal fliegen dürfe, antwortete der Leiter des DLR_School_Lab Köln, Dr. Richard Bräucker: "Es ist nicht einfach, die Gelegenheit zu bekommen, an einem Parabelflug teilzunehmen. Aber die Chance wächst um mehrere Größenordnungen, wenn man sich sein Arbeitsgebiet in der Luft- und Raumfahrtforschung sucht."