DLR_School_Lab Köln - Aktuelles

Einladung in die Schwerelosigkeit

19. September 2011

 Schwerelos: Enise Yildrim und Fabian Schmitz mit der ESA-Astronautin Samantha Christiforetti
zum Bild Schwerelos: Enise Yildrim und Fabian Schmitz mit der ESA-Astronautin Samantha Christiforetti
Mit Astronautinnen und Astronauten um die Wette fliegen, das ist sicher ein Traum nicht nur vieler Schülerinnen und Schüler. Manchmal wird dieser Traum Wirklichkeit: Zwei Gruppen von Schülerinnen und Schülern waren eingeladen, um September 2011 am 18. DLR-Parabelflug teilzunehmen.

Die Gruppen von der Freiherr vom Stein-Schule Rösrath und dem Ernst Kalkuhl-Gymnasiums Bonn begleiteten ein Experiment zur Schwerkraftwahrnehmung von Wasserflöhen (Daphnia magnus). Diese Versuche sind Teil der Doktorarbeit von Maike Kirchgässner (Institut für Ökologie der Universität München in Zusammenarbeit mit dem Biomedizinischen Wissenschaftsunterstützungszentrum des DLR Köln).

 Der Airbus A300 ZERO-G ist das grö&szligte f&uumlr Parabelfl&uumlge eingesetzte Flugzeug der Welt.
zum Bild Der Airbus A300 ZERO-G ist das größte für Parabelflüge eingesetzte Flugzeug der Welt.
Dass Parabelflüge keine Vergnügungsveranstaltungen sind, konnten die Schülerinnen und Schüler noch am Boden erleben: Wissenschaftliche Forschung benötigt vor allem gute Vorbereitung. In fünf Seminaren wurden ausführlich die Grundlagen der Fragestellung, aber auch Methoden der Schwerelosigkeitsforschung und die Funktion der verwendeten Apparatur behandelt. Die Organisation des Schülerprogramms übernahm, wie auch schon in den Jahren 2004, 2005 und 2007, das DLR_School_Lab Köln. Zwei Flugkandidaten und zwei "Ersatzflieger" mussten außerdem ihre Tauglichkeit durch eine fliegerärztliche Untersuchung belegen.

Am 17. und 18. September 2011 war es dann so weit: Treffpunkt 7:00 Flughafen Köln Bonn. Die große Überraschung: alle vier Schülerinnen und Schüler hatten in diesem Jahr in Möglichkeit mitzufliegen! Jeweils um 9:00 startete der Airbus A300 ZERO-G, das größte für Parabelflüge eingesetzte Flugzeug der Welt, Richtung Sylt. In einem für Testflüge reservierten Luftbereich fanden dann die 13 bzw. 14 Parabeln statt. Außer "Microgravity" (nahezu Schwerelosigkeit) waren auch die Fallbeschleunigungen auf dem Mond oder Mars vorgesehen. Einen guten Eindruck vom Flug liefert das "DLR-Podcast Parabelflug".

 Teilnehmer am 18. DLR-Parabelflug (v.l.n.r.) Fabian Schmitz und Enise Yildrim (beide Freiherr-vom-Stein Schule R&oumlsrath), Dr. Ulrike Friedrich (DLR), Projektleiterin der DLR-Parabelfl&uumlge, Maurice Klein und Ronja Landeck (beide Ernst Kalkuhl Gymnasium)
zum Bild Teilnehmer am 18. DLR-Parabelflug (v.l.n.r.) Fabian Schmitz und Enise Yildrim (beide Freiherr-vom-Stein Schule Rösrath), Dr. Ulrike Friedrich (DLR), Projektleiterin der DLR-Parabelflüge, Maurice Klein und Ronja Landeck (beide Ernst Kalkuhl Gymnasium)

Nach zwei Stunden war alles viel zu schnell vorrüber. Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert: Ja, Parabelflüge machen Spaß! (Schließlich ist es nicht verboten, an seiner Arbeit Spaß zu haben.) "Ich würde sofort wieder fliegen", sagte die Schülerin Ronja Landeck in einem Interview. Auf die Frage des Reporters, ob sie denn noch einmal fliegen dürfe, antwortete der Leiter des DLR_School_Lab Köln, Dr. Richard Bräucker: "Es ist nicht einfach, die Gelegenheit zu bekommen, an einem Parabelflug teilzunehmen. Aber die Chance wächst um mehrere Größenordnungen, wenn man sich sein Arbeitsgebiet in der Luft- und Raumfahrtforschung sucht."


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