DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen - Aktuelles

Finnische Schülergruppe im DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen

11. Juni 2010

 Die beiden Koordinatoren: Auli Siipola (links), die Leiterin der finnischen Delegation, und Ingo Kaiser (rechts), der stellvertretende Leiter des DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen.
zum Bild Die beiden Koordinatoren: Auli Siipola (links), die Leiterin der finnischen Delegation, und Ingo Kaiser (rechts), der stellvertretende Leiter des DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen.

Am 25. Mai 2010 empfing das Team des DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen unter Leitung von Ingo Kaiser, Institut für Robotik und Mechatronik, die Besucher mit dem bislang weitesten Anreiseweg: 24 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren sowie jeweils zwei Lehrerinnen und Lehrer waren aus Finnland angereist. Dieser Besuch geht zurück auf eine Fortbildung von finnischen Lehrkräften im vergangenen Jahr im DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen, die von Auli Siipola, der Koordinatorin von Science-verkosto, organisiert worden war. Dieses Netzwerk wird vom finnischen Ministerium für Erziehung unterstützt. Aus dem großen Anklang, den diese Fortbildung gefunden hatte, entstand der Wunsch, über Science-verkosto einer Schülergruppe einen Besuch in Oberpfaffenhofen zu ermöglichen.

Für einen Tag konnten die Schülerinnen und Schüler selbst als Wissenschaftler arbeiten, wobei eine große Vielfalt unterschiedlichster Experimente zur Auswahl stand: Was Infrarotstrahlung ist und wie man damit mittels einer speziellen Kamera Temperaturverteilungen sichtbar machen kann; dass man mit einem Laser Entfernungen und Geschwindigkeiten messen, aber auch Daten übertragen kann; wie eine Rakete physikalisch gesehen eigentlich funktioniert und dass man sie sogar mit Wasser antreiben kann; wie man einen Roboter aus einzelnen elektronischen Komponenten zusammenbaut und ihn programmiert, so dass er einer vorgegebenen Bahn folgen kann; und wie man mit einem professionellen Mehrkörperprogramm die Bewegungen eines Eisenbahnwaggons simuliert und zeigt, dass der Waggon in Wirklichkeit gar nicht geraudeaus fährt. Aus dieser Auswahl konnte sich jede Schülerin und jeder Schüler ihre oder seine bevorzugten zwei Experimente, die am Vormittag und am Nachmittag durchgeführt wurden, aussuchen.

 Die Besuchergruppe aus Tampere
zum Bild Die Besuchergruppe aus Tampere

Das DLR_School_Lab Team präsentierte alle Experimente auf Englisch, was den finnischen Schülerinnen und Schülern jedoch keine nennenswerten Probleme bereitete. Dabei erhielten sie einen tiefen Einblick und ein fundiertes Verständnis in wissenschaftlicher Forschung, aber auch in alltägliche Dinge wie Laserscanner oder scheinbar simple, tatsächlich aber hochkomplexe Systeme wie Eisenbahnen.

Das anschließende Feedback, in dem die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Experimente anhand eines Fragebogens bewerteten, aber auch in einer anschließenden Diskussion ihre Meinung äußern konnten, zeigte, dass dieser Experimentiertag den Schülerinnen und Schülern einen spannenden und interessanten Einblick in Natuwissenschaft und Technik vermittelte. Allein aus diesem Grund ist für das nächste Jahr wieder ein Besuch einer finnischen Schülergruppe geplant.

 

 Experiment 'Mobile Raketenbasis': Start einer Wasserrakete
zum Bild Experiment "Mobile Raketenbasis": Start einer Wasserrakete
 Experiment 'Robotik': Naturwissenschaft und Technik sind nicht Männern vorbehalten.
zum Bild Experiment "Robotik": Naturwissenschaft und Technik sind nicht Männern vorbehalten.
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Experiment "Virtuelle Mechanik": 
Mit einer professionellen Software wird das
aufgebaut.
Simulationsmodell eines Eisenbahnwaggons


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