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Wer möchte einen eigenen Globus mit Satellitendaten der Erde bauen?

16. April 2007

Anleitung zur Herstellung eines Globus mit Satellitendaten

Benötigtes Material:

a) Eine Styroporhohlkugel, 30cm Durchmesser, teilbar in zwei Hälften,
zu beziehen in Bastelläden oder im Internet, z. Bsp: www.moritzversand.de

b) PC mit Internetanschluss, Farbdrucker für DINA4-Format

c) Papierschere, Filzstift

d) Flüssiger Klebstoff, lösungsmittelfrei (Styropor-geeignet) (Kein Klebestift!)

e) Faden, Sticknadel, Holzperle (oder Büroklammer) zum Aufhängen

Vorgehensweise:

Zuerst benötigen wir die einzelnen Segmente mit Daten des Satelliten MODIS und laden folgende Links von der Website mit rechter Maustaste >Ziel speichern unter...< in ein neues Verzeichnis:

globus-01.png globus-02.png globus-03.png globus-04.png
globus-05.png globus-06.png globus-07.png globus-08.png
globus-09.png globus-10.png globus-11.png globus-12.png
globus-polkappen.png

Um die Segmente in der exakt benötigten Größe drucken zu können, verwenden wir besser nicht den Microsoft Druckbefehl, sondern besorgen uns die kostenlose Software
IrfanView aus dem Internet z. Bsp. von www.tucows.com/get/194967_75076
Das Programm kann ohne Administratorrechte installiert werden.´
Nach dem Programmaufruf von IrfanView setzen wir unter "Options >> Change Language" die Sprache auf Deutsch und laden nun aus dem neuen Verzeichnis mit "Datei >> Öffnen" das erste Bild: "globus__01.png". Gibt man nun den Befehl "Datei >> Drucken", so öffnet sich ein Fenster (siehe unten), in welchem wir explizit einige Größenangaben für unseren gewünschten Ausdruck machen müssen (rot markiert). Nach dem Ausdrucken messen wir nach, ob unser Drucker genau justiert ist und können eventuell die Werte 19.5 und 23.0 cm im Fenster verändern, sodass diese Maße im Druck eingehalten werden. Eventuell kann man diese Werte auch proportional verkleinern, wenn man eine Styroporkugel mit einem Durchmesser hat, der kleiner als 30cm ist.

 Druckereinstellungen Globus
zum Bild Druckereinstellungen Globus

Nachdem die erste Datei zum Drucken justiert ist, können wir mit den gleichen Einstellungen alle weiteren Dateien: "globus__02.png" bis "globus__12.png" und "globus_polkappen.png" ausdrucken.

Dann schneiden wir die einzelnen Segmente sehr sorgfältig entlang der Farbränder aus.
Die gepunkteten Linien sind die Stoßkanten, die einzelnen Teile haben eine Überlappung am rechten, östlichen Rand
(ebenfalls oben und unten).
Bevor wir nun mit dem Kleben beginnen, schauen wir die Styroporkugel genau an.
Die Hälften passen nur in einer bestimmten Position genau aufeinander. Wenn wir sie gegeneinander verdrehen, lassen sie sich nicht zusammensetzen. Damit unsere beiden Globushälften nach dem Bekleben am Äquator nicht gegeneinander verdreht sind, müssen wir die Styroporkugel im geschlossenen Zustand senkrecht zum Äquator mit einem Filzstift markieren. Dort setzen wir jeweils an der Nord- und Südhalbkugel unser erstes Segment an. Wir kleben auf der Nordhalbkugel das Segment 01-A so auf, dass die rotgestrichelte Äquatorlinie exakt auf der Schnittkante der Halbkugel liegt und die gegenüberliegende schmale Kante in Richtung Nordpol zum Mittelpunkt oben auf der Halbkugel zeigt. Dabei steht am Äquator ein kleiner Rand über (Vorsicht, diesen Rand nicht festkleben!) und das Segment hört schon ein kleines Stück vor dem Nordpol auf. (Später wird eine Polkappe aufgeklebt.)
Bei der Südhalbkugel kleben wir die Äquatorkante des Segments 01-B ohne Überstand direkt auf die Kante der Halbkugel.
Dann probieren wir zuerst einmal aus, ob das Segment 01-A und das Segment 01-B aufeinander passen, wenn wir die beiden Hälften zusammensetzen. Solange der Klebstoff noch feucht ist, können wir hier eventuell korrigieren.
Passt alles, öffnen wir die Kugel wieder und bekleben zuerst die Nordhalbkugel vollständig. Wir setzen die linke Kante des Segments 02-A auf die gestrichelte Linie auf der rechten Seite des Segment 01-A, achten auf die rote Äquatorlinie über dem Halbkugelrand und die Passgenauigkeit am Nordende. So fahren wir fort bis zum Element 23-A. Nun ist nur noch eine schmale Lücke für das Segment 24-A offen. Wenn wir beim Aufkleben exakt gearbeitet haben, können wir den überlappenden östlichen Rand von 24-A entlang der roten Linie abschneiden, das Segment passt genau über die Lücke und schließt an die Ränder von 23-A und 01-A an.Die Kappe für den Nordpol schließt die offene Mitte zwischen den Segmenten. Beim Aufkleben orientiert man sich an der grönländischen Küste, damit alles zusammen passt.Genau wie bei der Nordhalbkugel reiht man bei der Südhalbkugel die restlichen Elemente 02-B an 01-B, 03-B an 02-B, usw bis man schließlich mit dem letzten Element 24-B die Lücke zum ersten Element 01-B schließen kann. Beim Aufsetzen der Antarktis-Polkappe orientiert man sich am besten an einer Landkarte der Antarktis:
z. Bsp: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Antarctica_Karte.png. Damit sollte es klappen, die Kappe richtig auf den Segmenten zu platzieren.Nun müssen wir nur noch beide Hälften zusammensetzen. Zuerst aber sollten wir überlegen, ob wir unseren Globus eventuell irgendwo aufhängen wollen.
Hierzu brauchen wir einen Faden, eine Sticknadel und eine dicke Holzperle (ca 15 mm Durchmesser)
Wir bohren mit der Nadel ein Loch in den Nordpol, ziehen den Faden doppelt hindurch
und verknoten an der inneren Seite der Halbkugel den Faden mit der Holzperle. Eventuell kann man auch einen anderen Gegenstand (Büroklammer, Streichhölzer) benutzen, um den Faden im Inneren der Kugel festzuhalten.
Zum Zusammenkleben der beiden Hälften biegen wir den überstehenden Papierrand an der Nordhalbkugel ein wenig nach außen, sodass wir mit der Südhalbkugel darunter kommen. Dann bestreichen wir diesen Papierrand und die Styroporkante mit Klebstoff und schieben die Südhalbkugel in die Nordhälfte. Die Überlappung auf der Nordhalbkugel wird fest gestrichen und fertig ist der Globus.
Wenn der Klebstoff trocken ist, können wir ihn aufhängen, wo es uns gefällt.


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