Flugzeug getragenes Radar System



DLR Forschungsflugzeug, Dornier DO-228
E-SAR ist ein experimentelles Syntetisches Apertur Radar System (SAR) an Bord des Forschungsflugzeuges Dornier DO-228 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Das System besteht im Wesentlichen aus einem Radarsystem, das hochaufgelöste Radarbilder eines überflogenen Geländes liefert. Im Gegensatz zu optischen Systemen, zum Beispiel einer Kamera, ergeben sich verschiedene Vorteile. So können unabhängig von Tageszeit oder Wetter "Geländeaufnahmen" gemacht werden.

Das Prinzip beruht auf dem Aussenden eines Radarsignals, welches auf Grund seiner Eigenschaften wie Frequenz, Polarisation und Auftreffwinkel an der Bodenoberfläche reflektiert wird. Ein Teil des reflektierten Signals gelangt zum Radarsystem zurück und wird aufgezeichnet. Wie der reflektierte Anteil beschaffen ist, hängt wiederum von der Bodenoberfläche ab. Feuchtigkeit, Bewuchs wie Grasland, Wälder, Felder und Bebauung z.B. mit Strassen oder ganzen Städten, sind Informationen, welche das reflektierte Signal beeinflussen.

Am Boden werden die aufgezeichneten Signale in einem Rechner verarbeitet und zu einem Bild zusammengestellt. So können land- oder forstwirtschaftliche Karten erstellt werden, ja sogar topografische Karten mit Höheninformationen sind mittels SAR–Systemen herstellbar.

Betrieben wird das SAR-System vom Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme des DLR in Zusammenarbeit mit dem Flugbetrieb des DLR in Oberpfaffenhofen.


Kontakt
Markus Limbach
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme
, SAR Technologie
Tel: +49 8153 28-3060

Fax: +49 8153 28-4-3060

E-Mail: Markus.Limbach@dlr.de
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