Satellitennavigation



Orientierung leicht gemacht

Die meisten von uns kennen solche Situationen: "Du Schatz, ich glaub', da hätten wir rechts abbiegen müssen." - "Ach was. Als ob ich nicht genau wüsste, wo wir hin müssen. Ich fahr' nur einen anderen Weg als sonst." - "Du kannst ja bei der Tankstelle da vorne mal nachfragen." - "Das habe ich gar nicht nötig, ich weiß ganz genau, wo wir sind!"

Die Frage nach dem richtigen Weg beschäftigt die Menschen schon seit Jahrtausenden. Während die Orientierung an Land noch relativ einfach ist, kann man das von der See- und Luftnavigation nicht mehr sagen. Hier gibt es keine Antworten wie: "Biegen Sie einfach bei der nächsten Welle oder Wolke rechts ab ... ". Hier muss man auf optische Orientierungshilfen wie Berge oder Sterne zurückgreifen. Doch deren Informationen sind meist ungenau und verschwinden nicht selten in Wolken und Nebel.

Heute vereinfacht moderne Satellitentechnik nicht nur Wanderern, Rad- und Autofahrern, Luft- und Schifffahrtskapitänen oder Astronauten im Space Shuttle ihre Position zu ermitteln, sondern auch ihren Kurs zu einem Ziel zu bestimmen. Bleibt die Frage: "Wie genau kann die Positionsbestimmung sein?" Die Antwort könnt Ihr nach Durchführung des Experiments selber geben. Nutzt die Gelegenheit das Neueste zum Thema Orientierung zu erfahren und testet die Funktionsweise und Leistungsfähigkeit moderner Satellitennavigationstechnik selbst aus.

Erhöhte Zuverlässigkeit durch globale Systeme

Navigationssysteme helfen uns die notwendigen Größen zu bestimmen, um von einem gegebenen Ort zu einem Ziel zu gelangen (Navigation). Neben dem amerikanischen System GPS (Global Positioning System) und dem russischen System GLONASS (GLObal'naja NAvigatsionnaja Sputnikovaja) wird in Europa bis Ende 2008 ein eingenständiges Navigationssystem aufgebaut sein. Im Vergleich zu den beiden existierenden Systemen wird es weltweit eine höhere Zuverlässigkeit bieten. Aber auch die Verfügbarkeit für den privaten Nutzer wird sich durch 30 zusätzliche Satelliten verbessern. Diese Satelliten werden GPS-ähnliche Signale ausstrahlen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt sich am Aufbau des europäischen Navigationssystems mit Atmosphärenforschung, Signaluntersuchungen, Forschung zur Mehrwegeausbreitung und Antennen- und Empfängerentwicklung.

Was hat Albert Einstein mit der satellitengestützten Schnitzeljagd im DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen zu tun?

Allein um das herauszufinden, lohnt sich der Besuch bei uns! Ihr werdet lernen, wie Navigation mit landgestützten Systemen und wie sie mit satellitengestützten Systemen - am Beispiel des amerikanischen GPS - funktioniert, wie genau man mit GPS als privater Nutzer navigieren kann und welche Fehler hierbei durch Atmosphäre und Umgebung ausgelöst werden können. Auf einer satellitengestützten High-Tech-Schnitzeljagd könnt Ihr leicht herausfinden, wie man mit so einem GPS-Empfänger umgeht. Doch Vorsicht ist angebracht. Technik hat bekanntlich ihre Tücken. Funktioniert sie auch noch zuverlässig im Tunnel oder wenn ein Satellit ausfällt? Was Albert Einstein angeht, sei nur so viel gesagt: Er fand heraus, dass Masse Lichtstrahlen beugt und somit ihre Geschwindigkeit verlangsamt. Genaueres und Mehr erfahrt Ihr bei Eurem Besuch im DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen!

Weitere Informationen: Navigations- und Leitsysteme


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