Kooperationen

Zusammenarbeit mit Erzbischöflicher Ursulinenschule besiegelt

7. September 2006

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Von links: Oberstudiendirektor Klaus Graeff, Marion Scheuer-Leeser, Dr. Richard Bräucker
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Ursulinenschule
Schülerinnen präsentieren ihre Erfahrungen mit dem DLR_School_Lab
Hierzu waren heute Schülerinnen und Lehrerinnen und Lehrer der Erzbischöflichen Ursulinenschule sowie Vertreter des Erzbistums Köln und des Schulamts für die Stadt Köln im DLR_School_Lab Köln zu Gast. Die seit Jahren praktizierte erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem DLR_School_Lab soll vertieft und gefestigt werden. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten Klaus Graeff, Oberstudiendirektor und Leiter des Gymnasiums, Dr. Richard Bräucker, Leiter des DLR_School_Lab Köln, Anke Bosbach vom Schulamt für die Stadt Köln und Marion Scheuer-Leeser, Geschäftsführerin des DLR-Standortes Köln.

Marion Scheuer-Leeser begrüßte die Gäste und betonte, als eine der immer noch wenigen Frauen in Forschungsunternehmen, freue es sie besonders, dass heute eine Kooperation mit einer Mädchenschule geschlossen würde. Widerspreche dies doch dem alten Bild, dass Naturwissenschaft und Technik nur etwas für Männer seien. Und mit aufforderndem Blick zu den eingeladenen Schülerinnen der Ursulinenschule erklärte die Geschäftsführerin des DLR-Standortes, sie setze voll auf die jungen Frauen als Diplomantinnen, Doktorantinnen und Jungwissenschaftlerinnen von morgen. Denn Wissenschaft und Forschung benötigten Kreativität, neues Blut und Geist.

Das Ziel des DLR_School_Lab ist es, Schülerinnen und Schüler die Faszination von Wissenschaft zu vermitteln und ihr Interesse für naturwissenschaftliche und technische Fragen zu wecken. Dass dabei Glaube und Wissen nicht in Opposition zueinander stünden, brachte Stefan Sieprath, Erzbischöflicher Schulrat, in seiner Ansprache vor den Gästen zum Ausdruck. Die Christliche Lehre fordere sogar dazu auf, sich die Welt unter Wahrung der Schöpfung untertan zu machen. In diesem Sinne begrüße das Erzbistum Köln Kooperationen zwischen Wissenschaft und Schule.

Was die Kooperation mit dem DLR_School_Lab der Ursulinenschule bedeutet, das verdeutlichte Klaus Graeff, Oberstudiendirektor und Leiter der Schule den Anwesenden an einem Schlüsselerlebnis aus seiner eigenen Schulzeit. Nach drei Tagen in einem Forschungs- und Entwicklungszentrum eines Autoherstellers waren wir nicht mehr dieselben – wir hatten völlig neue Perspektiven, schilderte der Schulleiter.

Im Labor des Forschungs- und Entwicklungszentrums waren die Schüler nicht vom Lehrer an die Hand genommen worden. Mit Neugier, kreativem und innovativem Denken hatten sie Probleme selbständig gelöst – manchmal auch über einen Um- oder Irrweg. Dabei war ihnen klar geworden: Vieles lässt sich erst im Team lösen. "Genau da wollten wir auch hin." und "Schule machte auf einmal Sinn", erklärte Klaus Graeff.

Vom zukünftigen Hochtechnologiebereich, zitierte Graeff die Bundesregierung aus einer Veröffentlichung der Frankfurter Allgemeine Zeitung, wird die Lebensfähigkeit des einzelnen, des Landes und Europa abhängen. Und er führt weiter aus: Vor dem Hintergrund globaler und sich verändernder gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedingungen seien Frauen gefragt. "Wir brauchen Frauen wegen ihrer Sozialkompetenz und ihrer ganzheitlichen Betrachtungsweise an den Schaltstellen, ausgerüstet mit Einblick und Kenntnissen auch in Technik und Naturwissenschaft …" und "Wir als Ursulinenschule wollen darauf so vorbereiten, dass sich dieses Handeln am christlichen Gottes- und Menschenbild orientiert." und "Auch wenn wir durchaus eigene Erfolge im Bemühen um die Hinführung von Schülerinnen zu Mathematik und Naturwissenschaft vorzuweisen haben, erhoffen wir uns durch die Zusammenarbeit mit dem DLR_School_Lab eine Absicherung, ja Verstärkung dieser Erfolge." Hierfür gäben die Jahre der Zusammenarbeit gute Vorzeichen.

Deutliche Signale für die Wirkung des Schülerlabors präsentierten schließlich die Schülerinnen der Ursulinenschule. Sabine Kurth, Tabea Meurer und Ira Werheid zeigten sich fasziniert vom Praxisbezug der Schülerexperimente, davon wie sich beispielsweise Lärm durch Lärm mindern lässt ohne die Umwelt zu belasten. Auch Anna Pöplau, Schülerin und ehemalige Betriebspraktikantin im DLR_School_Lab, schwärmte: Mir war nicht mal langweilig, als ich mich in einem dunklen Raum aufhalten musste, um meine Pantoffeltierchen während eines Tests nicht abzulenken. Im Verlauf des ganzen Praktikums wurde mir jede Hilfe zuteil, die ich benötigte. Auch beim Erstellen meines ersten eigenen Fachvortages habe ich viel dazugelernt.

Das KURS-Basibüro beim Schulamt für die Stadt Köln setzt sich ein für die Zusammenführung von Schulen und Unternehmen zu KURS-Lernpartnerschaften, wie der heute geschlossenen, sowie für deren Betreuung und Vernetzung. Die Abkürzung KURS steht für Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schulen.


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http://onlinearchiv.ksta.de/pasks/articleShow.do?id=KS-09-12-2006-08020043E0F7KN