Der Popeye unter den Solarzellen
Seit einigen Jahrzehnten beschäftigt sich die wissenschaftliche und industrielle Forschung mit der Frage, wie die Energie der Sonne möglichst gut genutzt werden kann. Ein ausgezeichnetes Vorbild sind Pflanzen, die seit Jahrmillionen Licht durch Photosynthese besonders effektiv in chemische Energie umwandeln. Auch wenn der Wirkungsgrad der Natur noch lange nicht erreicht ist, gibt es mittlerweile ein technisches Verfahren, das in Form einer "künstlichen Photosynthese" die natürlichen Vorgänge nachahmt. Es wurde Anfang der 90er Jahre von Michael Grätzel entwickelt und patentiert. Die Funktionsweise seiner Grätzelzelle ist allerdings bis heute nicht im Detail geklärt.
Für den Bau einer solchen Farbstoffsolarzelle, benötigt man eine Reihe von Materialien, die eigentlich alle in einem Haushalt zu finden sind: Titandioxid zum Beispiel versteckt sich in der Zahnpasta, Graphit im Bleistift und Jod im Medizinschrank. Der wichtigste Bestandteil jedoch ist ein natürlicher Farbstoff: ob aus Kirschen, Tee oder eben Popeyes Spinat aus der Dose!