Nach der Begrüßung und der Vorstellung des DLR mit den Forschungsschwerpunkten Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr durch den Leiter des DLR_School_Labs Herr Dr. Oliver Boguhn wurden die Schüler in vier kleine Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe arbeitete mit einem Betreuer intensiv an einem der High-Tech-Experimente und nach einer Stunde wurden die Gruppen getauscht.
Am Beispiel des modularen Windkanals lernten die Schüler aus welchen Bauteilen ein Windkanal besteht, welche Funktion die einzelnen Elemente haben und welche physikalischen Eigenschaften einen Windkanal beschreiben.
Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Visualisierung der Strömung mittels Rauchsonden. Anhand verschiedener Fahrzeuge, die im Kanal getestet wurden, ließ sich so deutlich erkennen, wie die Form des Objekts die Luftströmung beeinflusst und welche Rückwirkung dies auf das Fahrzeug hat. Die Schüler konnten den Einfluss der Wirbelschleppe eines Tragflügels oder auch den Einfluss des Seitenwindes auf Züge erforscht.
In weiteren Experimenten lernten die Talente am Rundlauf die Kräfte am Flugzeug kennen oder erforschten den Auftrieb an einem Hubschrauber mit speziellen Kameras. Aber auch Grundlagen-Experimente zu Schwingungen und Wellen, zur Frequenzanalyse oder zu laminaren und turbulenten Strömungen gehörten dazu.
Neben der aktuellen Forschung gab es auch einen Exkurs in die Geschichte der Strömungsforschung, wie hier am Modell eines Luftschiffkörpers, das auf der Allgemeinen Luftfahrtausstellug 1912 in Berlin gezeigt wurde.
Ein weiterer Punkt des Programms war der Besuch des Forschungsflugzeugs DO728.
Dort erhielten die Schüler Einblicke in die Arbeit der Wissenschaftler, die sich mit Kabinenforschung beschäftigen und dafür sorgen, dass im Flugzeug an jedem Platz ein angenehmens Raumklima herrscht.
Um die "Wissenschaftler von Morgen" mit der aktuellen Forschung vertraut zu machen, erläuterte Carl Dankert am Hochenthalpiekanal Göttingen (HEG) wie Wiedereintrittsversuche von Raumfahrzeugen in die Erdatmosphäre ablaufen. Die weiteren Besuche beim Turbulenzarmen Windkanal (TUG) und beim Rohrwindkanal (RWG) zeigte den Schülern, dass die Forschung an den Experimentierstationen im DLR_School_Lab nahe an der wirklichen Forschung liegt.
Am Ende des zweiten Tages stellte Prof. Dr. Ing. Claus Wagner als Leiter der Kabinenforschung seine Arbeit im DLR vor und beantwortete im Anschluss viele Fragen zum Ablauf des Physikstudiums und den Anforderungen die zukünftige Wissenschaftler erfüllen sollten.
Nach dem Besuch erhielten wir viele persönliche Rückmeldungen der Stipendiaten, die besonders der persönliche Kontakt zu den Wissenschaftlern neugierig auf ein naturwissenschaftliches Studium gemacht hat.