Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützen die Sonderausstellung mit zahlreichen Exponaten, eindrucksvollen Bildern sowie auch mit Experimenten aus unserem DLR_School_Lab Lampoldshausen/Stuttgart.
Vom 27. März bis 1. April 2007 präsentiert das DLR_School_Lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. am Standort Lampoldshausen das Mehrstufenprinzip in der größten deutschen Sonderausstellung Raumfahrt des Landesmuseums Mannheim.
Nach oben mit Actio = Reactio.
Vor ca. 400 Jahren hat Isaac Newton das für die Fortbewegung im Weltraum ausschlaggebende Prinzip entdeckt: Actio = Reactio. Für Raketen bedeutet dies, dass der Ausstoß von Treibstoff diese nach oben katapultiert. Zur Überwindung der Erdanziehungskraft müssen Raketen mindestens eine Geschwindigkeit von 11,2 Kilometer pro Sekunde -die sogenannte Fluchtgeschwindigkeit- erreichen. Um auf solch hohe Geschwindigkeiten zu beschleunigen, ist eine riesige Menge Treibstoff erforderlich. Dabei gilt: Je größer die Masse einer Rakete ist, umso mehr Treibstoff ist nötig, um die Fluchtgeschwindigkeit zu erreichen. Für mehr Treibstoff wiederum werden größere und damit schwerere Tanks benötigt. Sind diese leer, stellen sie nur noch Ballast dar und verhindern, dass die Raketen weiter an Geschwindigkeit zunehmen können. Daher werden die leeren Tanks abgekoppelt.
Die Besucher der Raumfahrtausstellung können am Experiment unseres Schülerlabors die Vorteile des Mehrstufenprinzips selbständig entdecken. Anhand düsengetriebener Raketenwagons wird der Nutzen von mehrstufigen gegenüber einstufigen Raketen demonstriert. Mit unterschiedlichen Startparametern und Zündzeitpunkten der Stufentrennung können Sie untersuchen, wie die Raketenbahn Ihre maximale Geschwindigkeit erreichen kann.