Auch in diesem Jahr fanden sich an zwei Tagen wieder pünktlich um 9:15 Uhr insgesamt 177 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 13 Jahren in Köln-Porz ein, um für einige Stunden die faszinierende Welt der Raumfahrt, Forschung und Technik zu erleben.
Das Programm begann mit allgemeinen Hinweisen und den notwendigen Sicherheitsbelehrungen: Als Gast in einer Forschungseinrichtung muss man Dinge beachten, an die man in der Schule gar nicht denken würde. Hier kam es dann auch schon zu einem ersten Höhepunkt für die Nachwuchsforscher: Experimentieren mit flüssigem Stickstoff! Einige Freiwillige durften erste Experimente mit dieser tiefkalten Flüssigkeit durchführen und natürlich wurden einige Blumen und Papierhandtücher der Wissenschaft geopfert.
Mit faszinierenden Bildern und Videos stimmte danach Dr. Richard Bräucker, Leiter des DLR_School_Lab Köln, die Besucherinnen und Besucher in seiner Vorlesung zum Thema "Mensch und Weltraum" auf den weiteren Tagesablauf ein. Es wurde deutlich, wie unvorstellbar groß allein unser Planetensystem ist und wie verhältnismäßig kurze Strecken Menschen bisher gereist sind.Das Leben auf der Raumstation ist zwar aufregend und die Bedingungen der Schwerelosigkeit können sicher locken, aber einige Besucher erkannten auch, dass die Internationale Raumstation ISS kein "Wellness-Hotel" ist. "Vielleicht überlege ich mir das doch noch mal mit der dreijährigen Reise zum Mars", meinten einige Kinder später ...
In Gruppen durchliefen die Besucher dann jeweils drei Stationen:
Selbstverständlich war auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Am zweiten Besuchstag gab es die versprochene Pizza. Am ersten Tag aber nicht: Noch während des Einführungsvortrages kam es zu einem Rohrbruch vor dem DLR-Gelände - der gesamte Standort war ohne Wasser. Die Kantine des DLR, das Casino, musste schließen ehe das Essen fertig war. Kurzerhand wurde das gesamte, schon vorbereitete Salatbuffet ins DLR_School_Lab geschafft - was unseren Schülerstudenten ein zwar nicht bei allen beliebtes, aber sehr gesundes Mittagessen bescherte.
Offenbar wurden die Besucherinnen und Besucher durch die spannenden Themen entschädigt und manche haben vor lauter neuen, spannenden Eindrücken sogar vergessen, zu Hause von dem Wasserrohrbruch zu erzählen.